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31.03.2012

20:26 Uhr

Wölfe mit Kantersieg

Hertha verpasst Befreiungsschlag

Hertha BSC Berlin hat gegen den VfL Wolfsburg den erhofften Sprung auf den Relegationsplatz verpasst. Dabei gingen die Hausherren zunächst in Front, haderten jedoch später vor allem mit der miserablen Chancenverwertung.

Hertha am Boden: Nach der Heimpleite droht den Berlinern mehr denn je der direkte Wiederabstieg. Reuters

Hertha am Boden: Nach der Heimpleite droht den Berlinern mehr denn je der direkte Wiederabstieg.

BerlinHertha BSC droht mehr denn je der erneute Abstieg aus der Fußball-Bundesliga. Das Team von Trainer Otto Rehhagel verlor sein richtungsweisendes Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg mit 1:4 (1:2) und hat nun bereits vier Punkte Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz.

Dabei wussten die Berliner eine Woche nach dem 3:1 beim FSV Mainz vor allem in der ersten Halbzeit zunächst durchaus zu überzeugen, sie gingen in der 13. Minute durch Lewan Kobiaschwili sogar verdient in Führung. Doch ein Eigentor von Christoph Janker (29.) schockierte die Hertha. Patrick Helmes gelang nur fünf Minuten später das 2:1 für den VfL, Mario Mandzukic (77.) und wiederum der ehemalige Nationalspieler Helmes (81.) mit seinem achten Saisontreffer machten alles klar.

Die von Felix Magath trainierten Wölfe setzten dank des vierten Sieges in Serie - Helmes erzielte in diesen Spielen insgesamt fünf Tore - ihren Höhenflug fort und stellten den Kontakt zu den Europapokal-Plätzen her. Die Hertha hat nun zehn Gegentore in zwei Heimspielen (zuvor 0:6 gegen Bayern München) kassiert.

Dabei waren die Gastgeber vor 46.388 Zuschauern anfangs die wesentlich aktivere Mannschaft. Die Berliner übten bei Wolfsburger Ballbesitz sofort viel Druck aus und zwangen den VfL somit zu Fehlern. Zudem machte es der Gast den Hausherren mit einer weit aufgerückten Abwehrreihe auch oft zu leicht. Einen der vielen Konter schloss Kobiaschwili, der auch als Ballverteiler im zentralen Mittelfeld gefiel, zur Führung ab.

Die Wölfe, bei denen Magath Nationalspieler Christian Träsch auf der rechten Abwehrseite eine neue Chance von Beginn an gab, kamen nur schwer ins Spiel. Die beiden zuletzt so treffsicheren Stürmer Mandzukic und Helmes bekamen zunächst kaum Unterstützung. Erst nach dem glücklichen Ausgleich lief der Ball gefällig durch die Wolfsburger Reihen.

Nach dem Seitenwechsel ging Hertha-Coach Rehhagel mehr Risiko und brachte in Pierre-Michel Lasogga einen zweiten Stürmer neben Adrian Ramos. In der 60. Minute hatten die Fans schon den Torschrei auf den Lippen, doch Lasogga scheiterte kläglich völlig freistehend aus acht Metern. Wolfsburg schien sich mit zunehmender Spieldauer nur noch auf der Führung auszuruhen und hatte in vielen Situationen Glück, so wie bei der Großchance von Ramos (66.). Doch das elfte Saisontor von Mandzukic raubte Hertha die letzte Hoffnung, Helmes legte eiskalt nach.

Von

sid

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