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08.03.2016

14:06 Uhr

Wolfsburg gegen Gent

Hecking verlangt „knüppelharte Arbeit”

Quelle:dpa

Eigentlich kann für den VfL Wolfsburg kaum noch was schiefgehen. In der Champions League gegen Gent winkt der größte internationale Erfolg. Coach Hecking ist jedoch gewarnt: Im Hinspiel holten die Belgier stark auf.

Trainer Dieter Hecking will mit den Wolfsburgern ins Viertelfinale der Champions League. Foto: Peter Steffen dpa

VfL-Coach

Trainer Dieter Hecking will mit den Wolfsburgern ins Viertelfinale der Champions League. Foto: Peter Steffen

WolfsburgBloß keine Blamage. Der VfL Wolfsburg will auf dem Weg zum größten internationalen Erfolg der Clubgeschichte nicht zur Lachnummer werden - deshalb gibt Dieter Hecking einen fast schon übertriebenen Mahner. „Das wird noch mal 90 Minuten lang knüppelharte Arbeit werden”, warnte der VfL-Coach seine Spieler vor der Pflichtaufgabe im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League am Dienstag (im Handelsblatt-Liveticker 20.45 Uhr) gegen KAA Gent.

Nach dem 3:2 im Hinspiel in Belgien könnte Wolfsburg sogar schon eine knappe Niederlage mit einem Tor Unterschied reichen. Deshalb wäre alles andere als ein Weiterkommen peinlich. Das weiß auch Hecking. Der Coach schränkte daher seine Warnung etwas ein: „Man muss den Gegner auch nicht stärker machen, als er ist.” In der belgischen Liga hatte Gent zuletzt Probleme und hat die Tabellenführung verspielt.

„Das Viertelfinale wäre eine super Sache und ein Riesenerfolg. Dafür werden wir alles tun, wie immer mit Vollgas”, versprach Hecking, als wäre dafür eine Top-Leistung wie am Samstag beim 2:1 gegen Borussia Mönchengladbach vonnöten. „Wenn wir so spielen wie gegen Gladbach, kommen wir eine Runde weiter”, meinte auch Sportchef Klaus Allofs.

Champions und Europa League: Geldflut für Deutsche

Großverdiener Bayern

Startgeld: 12 Millionen Euro

Prämien: 7,5 Millionen Euro

Achtelfinale: 5,5 Millionen Euro

Marktpool: 24 Millionen Euro

Summe: 49 Millionen Euro

Aufteilung

Insgesamt hat der FC Bayern wohl schon 49 Millionen Euro in der laufenden Saison der Königsklasse eingenommen. Zum Startgeld (12 Millionen) und den Prämien für Punkte (7,5 Millionen Euro) sowie den Einzug ins Achtelfinale (5,5 Millionen Euro) kommen die Einnahmen aus dem „Marktpool“ (24 Millionen Euro).

Vorteil

Da Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen ausgeschieden sind, erhöht sich ab sofort der Anteil des FC Bayern und des VfL Wolfsburg. Die Zuschauereinnahmen der Münchner liegen bislang bei etwa 12 Millionen Euro.

Wolfsburg

Der VfL Wolfsburg kommt auf 40,5 Millionen Euro. Zu Startgeld und Prämien von bislang 23,5 Millionen Euro (inklusive Achtelfinaleinzug) kommen vorerst etwa 17 Millionen Euro aus dem Marktpool. Mit jedem weiteren Spiel erhöht sich nun nicht nur die Prämie, auch der prozentuale Anteil am Marktpool wird größer – und für Mönchengladbach sowie Leverkusen prozentual geringer. Hinzu kommen etwa 3,5 Millionen Euro aus den Zuschauereinnahmen.

Ausgeschiedene

Entsprechend können sich die Einnahmen von Gladbach und Leverkusen noch verringern. Sicher haben beide Mannschaften bislang Startgeld, Prämien und Zuschauereinnahmen sowie den Fixbetrag aus dem Marktpool.

Mönchengladbach

Gladbach kommt nach der Gruppenphase damit mindestens auf rund 26,5 Millionen Euro von der Fifa (14,5 Millionen Startgeld/Prämien, mindestens 12 Millionen Euro aus dem Marktpool). Hinzu kommen 6 Millionen Zuschauereinnahmen.

Leverkusen

Bayer bekommt 27 Millionen (15 Millionen Startgeld/Prämien, 12 Millionen aus dem Marktpool). Immerhin: Bayer Leverkusen kann sich in der Europa League noch ein bisschen was dazuverdienen. Hinzu kommen 4 Millionen Zuschauereinnahmen

Europa League

Im Vergleich dazu sind die Einnahmen aus der Europa League ein Klacks, weil Startgelder, Prämien und Marktpool nur ein Bruchteil des Niveaus der Königsklasse erreichen. Augsburg, Dortmund und Schalke kommen bisher zusammen auf 17,27 Millionen Euro.
Augsburg: 5,48 Millionen Euro
Dortmund: 5,6 Millionen Euro
Schalke: 6,19 Millionen Euro

Der deutsche Vizemeister hätte wohl längst schon für seine erste Viertelfinal-Teilnahme in der europäischen Königsklasse planen können, hätte er im Hinspiel beim Champions-League-Neuling nicht noch ein 3:0 fast verspielt. „Diese Mannschaft hat uns Gott sei dank noch einmal gezeigt, dass man sie nicht abschreiben darf”, meinte Hecking.

Immerhin scheint der Pokalsieger rechtzeitig zum Saison-Endspurt gerade noch die Kurve bekommen zu haben. Vier Siege aus den vergangenen sechs Spielen stärken das Selbstvertrauen, vor allem der Erfolg am Samstag gegen einen eigentlich deutlich stärkeren Gegner.

Auch personell sieht es beim VfL inzwischen wesentlich besser aus als noch vor wenigen Wochen. Bis auf die Langzeitverletzten Naldo, Sebastian Jung, Diego Benaglio und Bas Dost stehen fast alle Spieler zur Verfügung. Max Kruse, Julian Draxler und Maximilian Arnold sind zwar angeschlagen, können aber wohl spielen. „So ein Spiel wie am Dienstag sollte alle Wunden heilen”, meinte der Coach.

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