Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.11.2013

14:52 Uhr

ZDF bietet sicher mit

Kein Wettbewerb bei Champions League?

Das neue Bieterverfahren der UEFA für die TV-Rechte der Champions League ist eröffnet. Die meisten deutschen Fernsehsender zeigen sich zurückhaltend. Nur der derzeitige Rechteinhaber aus Mainz prescht mutig voran.

Champions League-Logo: Das Bieten um die Übertragungsrechte hat begonnen. Reuters

Champions League-Logo: Das Bieten um die Übertragungsrechte hat begonnen.

Nyon/HannoverDie Champions League ist für TV-Sender ein absoluter Quotengarant, aber auch ein sehr teurer Spaß. Bei dem gerade begonnenen Bieterverfahren der UEFA hat sich deshalb nur ein Sender bisher klar positioniert. „Das ZDF hat großes Interesse, auch zukünftig die Champions League zu zeigen“, sagte Sportchef Dieter Gruschwitz der Nachrichtenagentur dpa und kündigte an: „Wir werden ein Angebot abgeben.“ Konkurrenz könnte am ehesten von der ARD kommen, die Privatsender halten sich vor allem angesichts der hohen Kosten und der fehlenden Refinanzierung zurück.

Bis zum 27. November läuft die Frist bei Team Marketing. Bis dahin will der Vermarkter der UEFA die Angebote der deutschen Interessenten für die Spielzeiten 2015/16 bis 2017/18 haben. Derzeit kosten die Rechte für das frei empfangbare Fernsehen geschätzte 48 Millionen Euro pro Saison im Wettbewerb der besten Clubmannschaften.

Das ZDF hat Sat.1 2012 als Champions-League-Sender abgelöst und ist hochzufrieden. „Das erste Jahr war sehr erfolgreich, nicht nur bei den Live-Spielen selber, sondern auch bei der Strahlkraft auf andere Sendungen“, erklärte Gruschwitz. Vor allem dank Bayern München und Borussia Dortmund verzeichnete das Zweite Rekordwerte, die auch der öffentlich-rechtlichen Konkurrenz aufgefallen sind.

„Wir schauen uns das in Ruhe an“, sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky zu der Ausschreibung: „Ob wir ein Angebot machen, werden wir in den nächsten Wochen entscheiden.“ Das Erste hat - genau wie das ZDF - den Vorteil, dass an anderer Stelle unfreiwillig gespart wird: Die Fernsehrechte für die Qualifikationsspiele zur EM 2016 und zur WM 2018 sind im Juni nicht an die öffentlich-rechtlichen Sender, sondern an RTL gegangen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×