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19.05.2015

13:38 Uhr

Zedelius ersetzt Rieß

Neuer Allianz-Aufseher für den FC Bayern

Die Personalwechsel im Vorstand der Allianz haben jetzt auch einen Umbau im Aufsichtsrat des FC Bayern München erforderlich gemacht. Werner Zedelius wird Markus Rieß ersetzen.

Werner Zedelius rückt in den Aufsichtsrat des FC Bayern nach. dpa

Neuer Kopf in der Allianz Arena

Werner Zedelius rückt in den Aufsichtsrat des FC Bayern nach.

MünchenAllianz-Vorstandsmitglied Werner Zedelius wird im Aufsichtsrat der vom Fußballverein ausgegliederten FC Bayern AG Nachfolger von Markus Rieß. Der frühere Allianz-Deutschland-Boss war beim konzerninternen Ringen um den übergeordneten Chefposten beim Bayern-Anteilseigner Allianz vor Kurzem leer ausgegangen, daraufhin zum Konkurrenten Ergo gewechselt und somit auch aus dem Kontrollgremium des deutschen Fußball-Rekordchampions ausgeschieden.

Der 57 Jahre alte Zedelius wurde nach Münchner Angaben vom Dienstag vom neunköpfigen Gremium zugleich zu einem von drei stellvertretenden Vorsitzenden gewählt - eine Position, die Rieß vorher ebenfalls innehatte. Neben Vereinspräsident und Aufsichtsratschef Karl Hopfner gehören dem Gremium unter anderem auch die Wirtschaftsgrößen Martin Winterkorn (VW), Herbert Hainer (Adidas), Rupert Stadler (Audi) sowie der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) an. Vor seiner Inhaftierung hatte Uli Hoeneß dem Aufsichtsrat über viele Jahre vorgestanden.

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Markus Rieß wollte Vorstandschef der Allianz werden, den Posten bekam jedoch ein anderer. Nun kehrt er dem Konzern den Rücken – und wechselt zur direkten Konkurrenz, die dafür sogar mit alten Traditionen bricht.

Der Abschied von Rieß bei der Allianz kam abrupt, aber am Ende nicht überraschend. Der bisherige Vorstandsvorsitzende der Allianz-Deutschland hatte sich große Chancen auf die Nachfolge des scheidenden Gesamtkonzernchefs Michael Diekmann ausgerechnet. Nachfolger wurde jedoch im November Oliver Bäte. Reiß ließ sich über Monate nichts anmerken, schmiss Ende April dann aber plötzlich seinen Job hin und verkündete den Wechsel zum Versicherungs-Rivalen Ergo.

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Dort wurde Rieß mit offenen Armen empfangen, Konzernmutter Munich Re wird ihn sogar in den Vorstand berufen. Seinen Sitz im Aufsichtsrat der Bayern musste er jedoch naturgemäß abgeben. Die Allianz hält seit gut einem Jahr einen Anteil von 8,33 Prozent am FC Bayern München, stellt folglich neben Audi und Adidas einen der Aufseher. Für Fußball-Fan Rieß sicherlich ein Wermutstropfen bei seinem Wechsel.

Rieß' Nachfolger als Chef der Allianz Deutschland, Manfred Knof, ist zwar Vereinsmitglied beim FCB, gilt aber eher als Anhänger der Basketball-Abteilung. Werner Zedelius hat unterdessen, wie ein Besuch des Handelsblatts vor einigen Jahren zeigte, sogar ein Modell der Allianz-Arena in seinem Büro. Damit ist die Personalrochade des Münchener Versicherungskonzerns auch auf sportlicher Ebene vollzogen.

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