Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.04.2012

22:35 Uhr

Zeitungsbericht

Sky und ARD erhalten Bundesliga-Rechte

In Sachen Fußball und Fernsehen bleibt offenbar alles beim Alten. Einem Zeitungsbericht nach bekommen Sky und die ARD-Sportschau den Zuschlag für die kommenden Jahre. Morgen wird die DFL sich offiziell äußern.

Kameramann bei einem Fußball-Spiel. dpa

Kameramann bei einem Fußball-Spiel.

Die Vergabe der TV-Rechte für die Fußball-Bundesliga ist offenbar entschieden. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung haben der Pay-TV-Sender Sky und die ARD-Sportschau den Zuschlag für die kommende vier Jahre bekommen. Für alle Fußballfans in Deutschland würde damit alles bleiben wie gehabt. Am morgigen Dienstag könnte der Ligaverband DFL seine Entscheidung offiziell bekannt geben.

Auch die Telekom hatte beim Poker mitgeboten und auf diese Weise möglicherweise den Preis in die Höhe getrieben. Die Gesamtsumme der TV-Einnahmen lag bisher bei 412 Millionen Euro. Experten gehen davon aus, dass der künftige Preis bei über 500 Millionen Euro liegen wird.

Sky hält aktuell das Gros der Senderechte und zahlt dafür im Schnitt 250 Millionen Euro pro Saison. Die Telekom gab sich bislang mit den IPTV-Lizenzen – TV auf Basis des Internetprotokolls – für ihr Angebot Entertain zufrieden, das Kunden auf Fernsehgeräten empfangen können. Das sollte sich eigentlich ändern, Telekom-Chef Rene Obermann hatte den Fußball zur Chefsache gemacht. Doch mit einer Ablösung ist es offenbar nichts geworden.

Poker um Fernsehrechte: Keine Chance für Bundesliga-Kanal

Poker um Fernsehrechte

exklusivKeine Chance für Bundesliga-Kanal

Die Kirch-Firmen KF 15 und Sirius sind mit ihrem Projekt gescheitert.

Branchenexperten zufolge konnte Sky es sich nicht leisten, die Exklusiv-Rechte zu verlieren. „Sky wird finanziell bis an seine Grenzen gehen, letztendlich aber den Zuschlag erhalten“, sagte Frank Neumann, Analyst beim Bankhaus Lampe. Dafür müsse der TV-Konzern aber wahrscheinlich noch tiefer in die Taschen greifen. Die Übertragungsrechte für die Saison ab Sommer 2013 dürften Sky rund 300 Millionen Euro kosten, danach dürfte der Preis pro Spielzeit um 25 Millionen Euro steigen. Die DFL vergibt die Rechte für vier Spielzeiten bis 2017.

Die Verteilung der Bundesligarechte war bis dato übersichtlich: Neben Sky überweisen vor allem die öffentlich-rechtlichen Sender viel Geld an die DFL. Für Zusammenfassungen der Spiele in der „Sportschau“ und den dritten Programmen zahlt die ARD 100 Millionen Euro und das ZDF („Aktuelles Sportstudio“) weitere 20 Millionen Euro. Die Telekom legt pro Spielzeit 25 Millionen Euro und der Spartensender Sport1 für die Rechte an der 2. Bundesliga zehn Millionen Euro auf den Tisch. ARD und ZDF sind auch dieses Mal wieder dabei, ebenso Privatfernsehsender, der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland und Medienberichten zufolge auch der Axel-Springer -Verlag. Insgesamt 15 Unternehmen hatten sich für die Endrunde qualifiziert.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×