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18.09.2012

17:01 Uhr

Zenit St. Petersburg

Fair Play mit Fragezeichen

VonThomas Mersch

Als Sportdirektor von Zenit St. Petersburg frönt Dietmar Beiersdorfer dem Kaufrausch. Mit Millionen des Energiekonzerns Gazprom mischt er den europäischen Fußball auf. Bei Experten schrillen die Alarmsirenen.

Bei St. Petersburg ist viel Geld im Spiel: Dietmar Beiersdorfer. ap

Bei St. Petersburg ist viel Geld im Spiel: Dietmar Beiersdorfer.

KölnMit finanzkräftigen Investoren hat Dietmar Beiersdorfer schon Erfahrung gesammelt. Zuletzt war der deutsche Ex-Nationalspieler Sportdirektor bei Red Bull Salzburg. Der Fußballklub ist benannt nach dem österreichischen Hersteller von Energydrinks und gehört dessen Eigentümer Dietrich Mateschitz. Im vergangenen Frühjahr trennten sich der Klub und Beiersdorfer.

Ein gutes Jahr später hat der Deutsche einen neuen Job gefunden. Im August heuerte Beiersdorfer beim russischen Meister Zenit St. Petersburg an. Wieder ist viel Geld im Spiel: Hauptanteilseigner des Klubs ist der staatlich kontrollierte Energiekonzern Gazprom. Mit dessen Rückendeckung darf der deutsche Sportdirektor den europäischen Transfermarkt aufmischen. Anfang des Monats sorgte er gleich zweimal für Aufsehen.

Die umsatzstärksten Fußballklubs in Europa (Rang 1-10)

Platz 1

Der umsatzstärkste Fußballklub der Saison 10/11 ist Real Madrid mit 479,5 Mio. Euro. Damit bleibt der Verein seinem Platz des Vorjahres weiterhin treu.

Quelle: Studie „Football Money League“, Deloitte (März 2012)

Platz 2

Auf der zweiten Position bleibt der FC Barcelona in der Saison 10/11 mit 450,7 Millionen Euro.

Platz 3

Der Verein Manchester United behält ebenfalls seine Position 3 als umsatzstärkster Fußballklub. In der Saison 10/11 machte er einen Umsatz von 367,0 Millionen Euro.

Platz 4

Auch Bayern München hält sich wacker auf der vierten Position vom Vorjahr mit 321,4 Millionen Euro Umsatz in der Saison 10/11.

Platz 5

Arsenal London gibt ebenfalls seinen Platz vom Vorjahr nicht ab und machte in der Saison 10/11 einen Umsatz von 251,1 Millionen Euro.

Platz 6

Kurz dahinter liegt Chelsea London weiterhin auf dem sechsten Platz mit 249,8 Millionen Euro.

Platz 7

Der AC Mailand nimmt - wie im Vorjahr auch - mit 235,9 Millionen Euro die siebte Position des umsatzstärksten Fußballklubs ein.

Platz 8

Inter Mailand hingegen stieg von Platz neun auf Platz acht auf und erzielte einen Umsatz von 211,4 Millionen Euro.

Platz 9

Vom achten Platz auf den neunten Platz fiel der FC Liverpool. Sein Umsatz in der Saison 10/11 betrug 203,3 Millionen Euro.

Platz 10

Den zehnten Platz nimmt schließlich der FC Schalke ein. Im Vorjahr war er noch auf Platz 16 und schaffte es jetzt, mit einem Umsatz von 202,4 Millionen Euro auf den zehnten Platz vorzudringen.

Für 40 Millionen Euro verpflichtete St. Petersburg den belgischen Mittelfeldspieler Axel Witsel von Benfica Lissabon. Gar für 55 Millionen Euro holte Beiersdorfer den brasilianischen Stürmer Hulk vom FC Porto. Das neue Personal soll nun auch für Erfolge in der Champions League sorgen.

Nicht nur bei St. Petersburg sitzt das Geld für den Spielermarkt locker. Die russische Premier Liga insgesamt hat in dieser Saison laut „transfermarkt.de“ rund 226 Millionen Euro für Spieler ausgegeben und nur knapp 37 Millionen Euro mit Verkäufen eingenommen. Nur die englische Premier League weist ein höheres Transferdefizit aus.

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