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16.04.2015

21:47 Uhr

Zoff mit Müller-Wohlfahrt nach Niederlage

FC Bayern verliert seinen Wunder-Heiler

Paukenschlag beim FC Bayern. Wegen einer „nachhaltigen Beschädigung des Vertrauensverhältnisses“ ist Mannschaftsarzt Müller-Wohlfahrt mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Er war seit 1977 im Amt.

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MünchenNach dem plötzlichen Rücktritt des langjährigen Bayern-Mannschaftsarztes Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt und seines Stabes könnte es am Freitag erste Antworten auf Fragen nach den genauen Gründen geben. Trainer Pep Guardiola wird in München auf der Pressekonferenz des FC Bayern vor dem Auswärtsspiel in der Fußball-Bundesliga bei 1899 Hoffenheim erwartet. Am Samstag soll trotz der Verletzungsprobleme der erste von drei noch fehlenden Siegen auf dem Weg zur 25. deutschen Meisterschaft gelingen.

Weiterhin nicht dabei sein werden die beim 1:3 in der Champions League gegen den FC Porto schmerzlich vermissten Offensivkräfte Franck Ribéry und Arjen Robben. Sie hatten ebenso wie Weltmeister Bastian Schweinsteiger und noch andere Profis am Mittwoch das Viertelfinal-Hinspiel in Portugal verpasst.

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Müller-Wohlfahrt teilte in einer Presseerklärung am Donnerstagabend mit, nach der Partie sei „aus uns unerklärlichen Gründen die medizinische Abteilung für die Niederlage hauptverantwortlich gemacht“ worden. Man sehe dadurch das für eine erfolgreiche medizinische Arbeit notwendige Vertrauensverhältnis nachhaltig beschädigt. Nähere Angaben wurden nicht gemacht. Bayern-Sprecher Markus Hörwick konnte den Schritt zunächst nicht bestätigten. Man habe von der Mitteilung keine Kenntnis und könne sie nicht kommentieren.

Der 72-jährige Müller-Wohlfahrt war seit fast 40 Jahren mit einer kurzen Unterbrechung Mannschaftsarzt der Münchner und betreut auch die deutsche Nationalmannschaft. Zwischen Bayern-Trainer Guardiola und Müller-Wohlfahrt war es in der Vergangenheit bereits zu Meinungsverschiedenheiten gekommen, das Verhältnis galt als belastet.

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte vor einem halben Jahr entsprechende Berichte allerdings dementiert und versichert, es gebe keinen medizinischen Dissens bei Bayern München. Vor dem Champions-League-Spiel beim AS Rom im vorigen Oktober widersprach Rummenigge Berichten, es habe einen Streit um die Behandlung und den Operationsort von Thiago gegeben, der nach einem dritten Innenbandteilriss in Barcelona behandelt wurde. Guardiola hatte Thiago gegen den Rat der Bayern-Ärzte nach Spanien geschickt und anschließend erklärt, das sei vielleicht ein großer Fehler gewesen.

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Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Tobias Wahrsager

17.04.2015, 09:38 Uhr

Auch wenn es nicht ganz zum Thema passt, Dr. Müller-Wohlfahrt scheint auch bei sich selbst fitnessmäßig und gesundheitsmäßig das Richtige getan zu haben. Das Bild zeigt einen Mann,
der eher an 50 als an 72 Lebensjahre erinnert. Respekt und schade, dass der FC-Bayern eine solche Kapazität verliert.

Herr Thomas Ungläubig

17.04.2015, 10:50 Uhr

Vielleicht ist ja Eufemiano Fuentes der richtige Arzt für den glorreichen FC Bayern München?

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