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29.04.2012

19:02 Uhr

Zweite Bundesliga

Düsseldorf verteidigt Relegationsplatz

Am vorletzten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga lieferten sich die Teams erbitterte Kämpfe um Relegationsplatz drei sowie um den Klassenerhalt. An einem Austragungsort kam es zu Krawallen zwischen Fans und Polizei.

Der Spieler Stephan Fürstner von Greuther Fürth freut sich über den Sieg seiner Mannschaft. Sie steigt nun in die Bundesliga auf. dpa

Der Spieler Stephan Fürstner von Greuther Fürth freut sich über den Sieg seiner Mannschaft. Sie steigt nun in die Bundesliga auf.

KölnHerzschlagfinale um Relegationsplatz drei, Kopf-an-Kopf-Rennen im Kampf um den Klassenerhalt: Nachdem am 33. und vorletzten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga lediglich der Abstieg von Hansa Rostock besiegelt wurde, wurden die restlichen Entscheidungen der Saison auf die Schlussrunde am kommenden Sonntag vertagt. Im Dreikampf um einen Relegationsplatz behauptete Fortuna Düsseldorf durch ein 1:1 (0:1) bei Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth die Pole Position vor dem punktgleichen SC Paderborn (beide 61 Punkte), der sich durch ein 1:0 (0:0) gegen den FSV Frankfurt auf Rang vier verbesserte.

Bundesligaabsteiger FC St. Pauli (59) fiel durch das 0:1 (0:0) bei Dynamo Dresden vor dem Showdown am 34. Spieltag auf Platz fünf zurück. Während die Fortuna gegen den MSV Duisburg aus eigener Kraft die beiden Relegationsspiele am 11. und 15. Mai erreichen kann, müssen die Hamburger bzw. die Ostwestfalen im direkten Duell nicht nur gewinnen, sondern auch auf einen Ausrutscher der Düsseldorfer hoffen.

In Fürth geriet die Fortuna trotz der Unterstützung von rund 4000 Fans, darunter auch Tote-Hosen-Frontmann Campino, zunächst durch Christopher Nöthe (33.) verdient in Rückstand. Ken Ils (60.) ließ dann die Gäste jubeln, die zwischenzeitlich den dritten Platz an Paderborn verloren hatten, nachdem Mehmet Kara (49.) für die Ostwestfalen getroffen hatte. Düsseldorf spielte nach der Gelb-Roten Karte gegen Stephan Fürstner (82.) in der Schlussphase noch in Unterzahl. Robert Koch (54.) besiegelte in Dresden die Pleite von St. Pauli.

„Ich habe mich selten über ein Unentschieden so gefreut“, sagte Campino bei Sky, und Fortuna-Trainer Norbert Meier war vor dem Treffen mit seinem Ex-Klub MSV ebenso zufrieden: „Es ist doch ein Highlight, wenn man am letzten Spieltag zu Hause spielt und den Relegationsplatz aus eigener Kraft schaffen kann.“

Auch sein Paderborner Kollege Roger Schmidt hatte gute Laune: „Wir haben geduldig auf Sieg gespielt und einen traumhaften Tag erlebt. Jetzt fahren wir erhobenen Hauptes nach Hamburg, da wollen wir noch einmal alles 'raushauen.“ Dagegen herrschte bei Pauli-Coach Andre Schubert vor dem Saisonfinale gegen seinen Ex-Klub Frust: „Wir haben alles versucht, haben aber trotz vieler gute Chancen den Ball nicht 'reinbekommen. Uns fehlte heute das nötige Quentchen Glück.“

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