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13.07.2011

20:16 Uhr

Halbfinale der Frauen-WM

US-Erfahrung schlägt französische Lässigkeit

VonPatrick Kleinmann

Die USA stehen als erste Mannschaft im Frauen-WM-Finale. Gegen spielstarke Französinnen spielten die Amerikanerinnen vor allem ihre Erfahrung aus - und konnten sich erneut auf das Händchen von Pia Sundhage verlassen.

Lauren Cheney und Amy Rodriguez bejubeln Cheneys Tor. Quelle: dapd

Lauren Cheney und Amy Rodriguez bejubeln Cheneys Tor.

MönchengladbachDas hatten sich Fifa und das Organisations-Komitee vermutlich anders vorgestellt: Gerade einmal halbvoll präsentierte sich das Mönchengladbacher WM-Stadion während des Halbfinals zwischen den USA und Frankreich. Angesichts der Tatsache, dass sich zwei der offensiv- und spielstärksten Teams der Frauen-WM gegenüber standen, die zudem beide im Viertelfinale einen Hang zur Dramatik und späten Treffern bewiesen, eine Enttäuschung.
Die 25.676 Zuschauer, die den Weg in den Borussiapark fanden wurden zumindest nicht enttäuscht. Zwar benötigte das Spiel sieben Minuten Anlaufzeit, dann aber setzten die Französinnen das erste Ausrufezeichen: Nach einer Ecke kam Sonia Bompastor aus zwölf Metern zum Schuss, Torfrau Hope Solo klärte sehenswert.

Ein Weckruf für die Amerikanerinnen, die den direkten Gegenstoß nutzten – fast eine Kopie des Führungstreffers gegen Brasilien. Diesmal wurde Heather O’Reilly auf dem linken Flügel freigespielt, die flache Flanke verlängerte Lauren Cheney am langen Pfosten ins Tor. Ein Traumstart für die USA.

Sechs Minuten später hätte Abby Wambach fast erhöht. Bei einer weiten Flanke von Ali Krieger kam Frankreichs zu Beginn sehr unsichere Torfrau Berangere Sapowicz weit aus ihrem Fünf-Meter-Raum – die kopfballstarke Wambach war zuerst am Ball, konnte das Spielgerät aber gefährlich genug verlängern – Ophelie Meilleroux klären

Auch danach blieben die USA das gefährlichere Team – auch wenn Frankreich mehr vom Spiel hatte. Vor allem in der Luft hatten die in Weiß spielenden Amerikanerinnen weiter große Vorteile: Nach einer Ecke von Cheney kam Carli Lloyd zum Kopfball, setzte das Spielgerät aber einen Meter neben das Tor (22.).

Erst nach 25 Minuten kamen „Les Bleues“ besser ins Spiel – dann aber richtig. Gaetane Thiney scheiterte aus spitzem Winkel, Elise Bussaglias Schuss war eine sichere Beute für Hope Solo (27.). Knapp zwei Minuten später musste die US-Torfrau dann ihr ganzes Können einsetzen: Louisa Necib kam von der linken Seite frei zum Abschluss, Solo entschärfte den Ball mit einem ganz starken Reflex.

Die Abwehr der Amerikanerinnen schwamm jetzt gewaltig, beim nächsten Versuch der Französinnen war sogar Solo machtlos: Ein Schuss von Sonia Bompastor aus 20 Metern nach einer kurz ausgeführten Ecke von Necib senkte sich ganz gefährlich – und landete an der Latte (33.). Bei den USA mussten die Routiniers jetzt die Initiative ergreifen und sie taten es.

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