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29.06.2012

13:07 Uhr

Internationale Pressestimmen

„Verheerender Kurzschluss für die Teutonen“

Nach dem Sieg über Deutschland feiert die internationale Presse den italienischen „Super Mario“. Für das DFB-Team gibt es Mitleid, aber auch Häme. In Spanien glaubt man zu wissen, warum die Deutschen verloren haben.

„Der Stolz Italiens“, titelt die italienishe „Gazzetta dello Sport“ am Tag nach dem Halbfinale.

„Der Stolz Italiens“, titelt die italienishe „Gazzetta dello Sport“ am Tag nach dem Halbfinale.

BerlinInternationale Pressestimmen zum EM-Halbfinale Deutschland - Italien

ITALIEN

„La Gazzetta dello Sport“: „Stolzes Italien. Das war ein überwältigender Auftritt der Azzurri, mit einem wunderbaren Doppelschlag Balotellis und so vielen vergebenen Chancen.“ - „Super Balotelli. Ein Stern ist aufgegangen. Ganz Italien feiert. Wir haben es geschafft!!! Deutschland schon wieder geschlagen. Jetzt kommt Spanien dran.“

„Corriere dello Sport“: „Italienische Giganten. Ein Wahnsinns-Balotelli. Wir haben Deutschland eine Fußball-Lektion erteilt. Wir sind im Finale. Die Azzurri haben dem Land die Freude zurückgegeben.“

„Tuttosport“: „Wir haben sie fertig gemacht. Balotellis fabelhafter Doppelschlag.“

„La Stampa“: „Wir sind der Fluch der Deutschen. Die Geschichte wiederholt sich. Deutschland bleibt am Boden, und Italien kommt weiter. Das Finale zu erreichen, das sah erst so aus, als müsse man eine Rakete zum Mond schießen. Doch der Mond kam herab, um eine Squadra zu streicheln, die in zwei Jahren nahezu aus dem Nichts neu aufgebaut worden ist.“

„La Repubblica“: „Eine perfekte Partie, die magische Nacht des Super-Mario. Dieser Junge heißt Italien. Denn Italien, das steht jetzt auch für einen Schwarzen mit dem Akzent von Brescia. Der Sieg über Deutschland verlängert die Geschichte, und ins Finale gehts mit riesiger Moral.“

„Corriere della Sera“: „Ein großes Italien, Deutschland muss sich Balotelli geschlagen geben. Es war die schönste Partie, eine Schönheit, entstanden aus dem Wissen um die eigenen Mittel, umgesetzt wie am Reißbrett ausgedacht. Alle haben alles gegeben, sind teilweise neugeboren in dieser Nacht.“

SPANIEN

„El País“: „Die Deutschen fielen ihrer Arroganz und ihrem Übermut zum Opfer. Sie dachten nur an eine Revanche gegen Spanien und vergaßen die Italiener. Von Özil war wenig zu sehen, dagegen führte Pirlo Regie in meisterhafter Manier.“

„El Mundo“: „Italien demütigt Deutschland.“

„El Periódico“: „Balotelli versenkt Deutschland. Das Spiel der Teutonen erlitt einen verheerenden Kurzschluss. Die deutsche Elf war eine totale Enttäuschung.“

„Marca“: „Italien bleibt das Schreckgespenst der Deutschen. Egal ob das deutsche Team - wie jetzt bei der EM - als Favorit antritt oder ob es daheim im eigenen Land spielt, in der Stunde der Wahrheit kann es die Hürde der Italiener einfach nicht überwinden.“

„As“: „Adiós, Alemania. Die Deutschen waren den Italienern deutlich unterlegen und mit dem 1:2 noch gut bedient.“

„Sport“: „Balotelli war der Super-Mario. Von der Statistik her wird das Spiel als ein knapper Sieg der Italiener in die Annalen eingehen. Aber in Wirklichkeit hätte das Team von Cesare Prandelli die Deutschen mit einer Packung heimschicken können.“

ENGLAND

„The Times“: „Balotellis Brillanz schickt verstörtes Deutschland heim - für Balotelli war es die stolzeste Nacht seiner Karriere. Italien war im Traumland, Deutschland fassungslos.“

„The Guardian“: „Warum immer er? Balotelli feuert Italien ins Finale - es war die Nacht, in der Mario Balotelli sich als seriöser, erwachsener Fußballer zeigte, der die besten Gelegenheiten verwerten konnte. Angedroht hatte er das schon mehrmals, aber nie hat er es mit so viel Effizienz durchgesetzt.“

„The Sun“: „Wunderbarer Balotelli: Die Deutschen antworteten mit einem Elfmeter von Mesut Özil, doch das war zu wenig und zu spät.“

„The Daily Mail“: „Magic-Mario beansprucht Ruhm für sich: Es konnte nur einen Super-Mario geben in diesem Halbfinale. Dass es Balotelli war und nicht Gomez ist möglicherweise der Schock des Turniers.“

„Daily Mirror“: „Balotelli mag zwar darauf bestanden haben, es sei nicht nötig, seine Tore zu feiern, wie ein Postbote nicht feiert, wenn er Briefe einwirft. Doch letzte Nacht fand er etwas, worüber er lächeln konnte. Super, Mario!“

Kommentare (6)

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wasser

29.06.2012, 13:56 Uhr

Ganz klar, es waren eben nicht mehr die Teutonen, sondern liebe Jungs.

AgainstTheThruth

29.06.2012, 14:51 Uhr

die überschrift im internet nach dem sieg der italiener war eindeutig: "Die Panzer sind wir!!!" Dazu noch das furchteinflößende Foto vom Super-Mario. Nun hat Italien 2 neue Helden. Super-Maria Monti, der Merkel die Stirn bietet und dann Super-Mario Balotelli, der die Deutsche Nationalelf eiskalt auseinanderfallen ließ.

Account gelöscht!

29.06.2012, 14:54 Uhr

Dass sich die deutschen Bubis nicht auch noch beim Spiele die Händchen hielten, frage ich mich doch allen Ernstes.
Einmal mehr wurden in Fussball-Akademisch die Leistungen der deutschen Elf in allen Farben gelobt und überheblich darüber geschnattert, als ob man den Titel schon in der Tasche hätte.
"Und meistens kommt es anders als man denkt"
Dieser Kübel kaltes Wasser war die richtige Dusche für die Löw-Bubis. Eine Em zu gewinnen ist nicht nur eine Frage des Könnens, viel mehr des WOLLENS und da hat Deutschland sich beschämend auf dem Platz verhalten. PFUI

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