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12.02.2014

12:07 Uhr

Kritik der Olympia-Zweiten

Ost und West fighten im Rodlerverband

Es ist Feuer unterm Dach des deutschen Olympia-Teams. Die Medaillen fallen regelmäßig, es werden aber an verschiedenen Stellen Klagen über Bevorzugung einzelner Athleten laut. So auch bei den erfolgsverwöhnten Rodlern.

Olympische Spiele

Hüfner kritisiert Rodel-Verband

Olympische Spiele: Hüfner kritisiert Rodel-Verband

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Krasnaja Poljana Tatjana Hüfner will ihre Generalkritik am deutschen Rodel-Verband nicht als Attacke gegen Olympiasiegerin Natalie Geisenberger verstanden wissen. „Ich gönne ihr den Erfolg. Sie war definitiv die Beste und hat verdient Gold gewonnen“, sagte die 30-Jährige am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Deutschen Haus in Krasnaja Poljana. Zugleich bekräftigte die Vancouver-Olympiasiegerin aber ihre Vorwürfe vom Vorabend. Zwischen den vier deutschen Rodel-Stützpunkten sei die Personalpolitik „ziemlich unausgeglichen“, sagte die Silbermedaillen-Gewinnerin von Sotschi.

Die im thüringischen Oberhof trainierende Hüfner hatte am Dienstag nach dem Olympia-Rennen für einen Eklat gesorgt, als sie auf der offiziellen Siegerpressekonferenz eine teaminterne Bevorzugung ihrer bayerischen Konkurrentin Geisenberger anprangerte. Als Beleg dafür hatte die 30-Jährige nicht zuletzt die Ablösung ihres Heimtrainers André Florschütz im vergangenen Jahr angeführt.

Medaillenziele und Finanzierung der Verbände

Medaillen laut Plan

Zielkorridore für die Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014. Angegeben ist jeweils die Gesamtförderung pro Verband für das Jahr 2013 sowie die Anzahl der anvisierten Medaillen.

Bob- und Schlittenverband für Deutschland

9 bis 13 Medaillen, Grundförderung: 2.148.562 Euro, Projektmittel: 1.017.205 Euro, Gesamtfördersumme 2013: 3.166.767 Euro

Deutscher Curling-Verband

Olympische Qualifikation, Grundförderung: 248.450 Euro, Projektmittel: 36.500 Euro, Gesamtfördersumme 2013: 284.950 Euro

Deutscher Eishockey-Bund

0 bis 1 Medaille, Grundförderung: 383.000, Projektmittel: 98.000 Euro, Gesamtfördersumme 2013: 481´.000 Euro

Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft

2 bis 4 Medaillen, Grundförderung: 1.355.000 Euro, Projektmittel: 475.000 Euro, Gesamtfördersumme 2013: 1.830.000 Euro

Deutsche Eislauf-Union

1 Medaille, Grundförderung 574.331 Euro, Projektmittel: 99.000 Euro, Gesamtfördersumme 2013: 673.331 Euro

Deutscher Skiverband

14 bis 20 Medaillen, Grundförderung: 0 Euro, Projektmittel: 700.000 Euro, Gesamtfördersumme: 700.000 Euro

Snowboard Verband Deutschland

1 bis 3 Medaillen, Grundförderung: 680.000 Euro, Projektmittel: 326.500 Euro, Gesamtfördersumme: 1.006.500 Euro

Summe der Olympischen Wintersportverbände

27 bis 42 Medaillen, Grundförderung: 5.389.343 Euro, Projektmittel: 2.752.205 Euro, Gesamtfördersumme 2013: 8.141.548 Euro.

Quelle: Deutscher Olympischer Sportbund, Ziele und Förderung, 24. Juni 2013

Sportdirektor Thomas Schwab vom Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) wies die Vorwürfe am Mittwoch weitgehend zurück: „Wir als Verband haben uns nichts vorzuwerfen“. Mit Blick auf Personalentscheidungen wie die Ablösung des früheren Weltklasse-Doppelsitzers Florschütz räumte der ehemalige Rodel-Bundestrainer am Mittwoch im Deutsches Haus aber auch ein: „Die waren für den ein oder anderen Sportler nicht zielführend.“ Grundsätzlich waren am Tag danach alle Seiten bemüht, keine zusätzlichen Spannungen aufkommen zu lassen.

Unterstützung erhielt Hüfner vom zweimaligen Weltmeister David Möller. „Fakt ist, das Trainer-Karussell hat sich am Stützpunkt Oberhof regelmäßig gedreht“, sagte der Rodel-Routinier. Im Vorfeld auf Olympia seien die Rahmenbedingungen für die Psyche der Sportler „sehr ungünstig“ gewesen. „Und wenn man dann beim Höhepunkt Olympia keinen Ansprechpartner hat, dem man vertraut, dann ist das schwierig.“

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