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02.07.2014

18:19 Uhr

Kritik „unbegreiflich“

Löw will Lahm nur im Notfall nach hinten beordern

Der Bundestrainer bleibt dabei: Trotz lauter werdender Kritik an seiner Aufstellung will Joachim Löw seinen Kapitän Philipp Lahm im Mittelfeld lassen. Am Abend bricht die Nationalmannschaft nach Rio auf – zum Maracanã.

Philipp Lahm (links) und Jogi Löw: „Ich habe meine Entscheidungen getroffen – auch was die Rolle von Philipp Lahm betrifft. Und dazu stehe ich bis zum Schluss“, sagt der Bundestrainer. dpa

Philipp Lahm (links) und Jogi Löw: „Ich habe meine Entscheidungen getroffen – auch was die Rolle von Philipp Lahm betrifft. Und dazu stehe ich bis zum Schluss“, sagt der Bundestrainer.

Rio de JaneiroJoachim Löw will auch im Viertelfinale gegen Frankreich an seinem WM-Plan festhalten - mit Philipp Lahm und Mesut Özil im Mittelfeld der Startformation. Nur in einem „Notfall“ würde der Bundestrainer wie schon im Achtelfinale gegen Algerien Kapitän Lahm auf dessen langjährige Verteidigerposition beordern. „Wir müssen verhindern, dass der Notfall eintritt. Ich habe meine Entscheidungen getroffen - auch was die Rolle von Philipp Lahm betrifft. Und dazu stehe ich bis zum Schluss“, sagte Löw in einem Interview der Wochenzeitung „Die Zeit“, die am Donnerstag erscheint.

Die Kritik an seinem Kapitän, der „seit zehn Jahren auf höchstem Niveau“ spiele, ist für Löw „unbegreiflich“. Nur in Notsituationen wie einem Rückstand oder personellen Engpässen könnte Lahm nochmals in der Abwehrkette agieren, ergänzte der Bundestrainer, der seine zuletzt matten WM-Spieler nach einem Pflegetag mit Familienbesuch im Campo Bahia auf den nächsten Fußball-Krimi einschwor. Am Abend bricht das Team in den Spielort Rio de Janeiro auf.

„Das wird ein enges Spiel. Wir werden uns darauf vorbereiten“, sagte Löws Assistent Andreas Köpke. „Wir brauchen elf Spieler auf dem Platz, die zu hundert Prozent fit sind“, betonte Torhüter Manuel Neuer, der mit spektakulären Rettungstaten großen Anteil daran hat, dass die deutsche Nationalelf am Freitag (18.00 Uhr/ARD) im Maracanã-Stadion überhaupt noch gegen den Nachbarn antreten darf.

Franck Ribéry wird bei der Partie nicht dabei sein. Der verletzte Star des FC Bayern München schlug die Einladung des französischen Fußball-Verbands (FFF) aus. Medienberichten zufolge wolle Ribéry den Urlaub mit der Familie nicht unterbrechen. Ribéry hatte seine Teilnahme an der WM wegen Rückenbeschwerden absagen müssen.

Kommentare (2)

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Herr Marc Schindler

03.07.2014, 09:31 Uhr

Löw sollte jetzt wo zum ersten Mal wirklich ein Top-Gegner auf uns wartet endlich mal mit der bestmöglichen Aufstellung spielen, die Zeit der Experimente muss endlich vorbei sein. Das Beste ist Lahm auf rechts hinten zu stellen, denn da ist er der beste Außenverteidiger der Welt! Außerdem hat die Diskussion um Khedira oder Schweinsteiger endlich ein Ende denn beide können spielen. In einer Online-Abstimmung wird auch über das Thema Lahm diskutiert und meine Meinung ist ganz klar, Philipp muss auf rechts hinten spielen! Was meint ihr dazu? Zur Abstimmung gehts hier: http://tinyurl.com/wohin-mit-lahm

Herr Thomas Orazem

03.07.2014, 11:15 Uhr

Für einen Trainer ist es normal, dass er Entscheidungen trifft. Aber ein guter Trainer, revidiert auch seine Entscheidungen, wenn er merkt, dass diese falsch sind. Und wenn Herr Löw, nicht gesehen hat, dass das Spiel gegen Algerien besser wurde, als er Lahm (gezwungenermaßen) nach rechts hinten stellen musste, dann sollte er sich nach der WM einen anderen Job suchen. Unbegreiflich ist auch, dass er an Özil festhält. In dieser Verfassung ist er keine Hilfe für unsere Mannschaft. Sich eingestehen, dass man auch mal falsch liegt, ist eine Stärke, die Jogi Löw völlig abgeht.

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