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30.06.2014

20:26 Uhr

Les Bleus im Viertelfinale

Zwanzig starke Minuten reichen Frankreich zum Sieg

Lange deutete wenig auf den Erfolg des Favoriten hin. Trainer Didier Deschamps leitete dann jedoch den Erfolg gegen die starken Nigerianer ein. Jetzt hoffen die Franzosen auf einen Klassiker gegen Deutschland.

Die Franzosen feiern den Torschützen Paul Pogba nach dem späten Führungstreffer. Reuters

Die Franzosen feiern den Torschützen Paul Pogba nach dem späten Führungstreffer.

BrasíliaEin später Treffer von Goldköpfchen Paul Pogba und ein Eigentor haben Frankreich das erste WM-Viertelfinale seit 2006 beschert und ein Duell gegen Deutschland möglich gemacht. Trotz der bisher schwächsten Turnierleistung gewann der lange Zeit wankende Weltmeister von 1998 am Montag in Brasília 2:0 (0:0) gegen Nigeria. Pogba (79. Minute) und ein Eigentor von Joseph Yobo (90.+2) in dessen 100. Länderspiel sorgten noch für den Erfolg gegen die mindestens gleichwertigen Nigerianer.

Am Freitag (18 Uhr MESZ) wartet auf Frankreichs Fußball-Auswahl in Rio de Janeiro der Sieger des abendlichen Achtelfinales zwischen dem DFB-Team und Algerien. „Ich bin sehr zufrieden. Ins Viertelfinale zu kommen, das ist ein ganz großer Moment für mich“, kommentierte der als bester Spieler ausgezeichnete Pogba.

Die Nigerianer verpassten es auch im dritten Anlauf, erstmals zu den besten acht Mannschaften der Welt zu gehören. Trainer Stephen Keshi ließ danach offen, ob er im Amt bleibt. „Ich weiß nicht“, sagte Keshi nach dem Spiel. Seine Analyse fiel treffend aus: „Das war ein gutes Spiel, aber dass wir verloren haben, das ist schlecht.“ Yobo fügte hinzu: „Wir haben alles gegeben, aber so ist Fußball. Wir hätten es heute besser machen können. Am Anfang haben wir gut gespielt, nur unsere Chancen bicht genutzt.“

Die 67 882 Zuschauer im Estadio Nacional sahen eine erste Halbzeit mit nur wenigen Höhepunkten, in der vor allem Favorit Frankreich enttäuschte. Der Weltmeister von 1998 agierte vorsichtig und strahlte nur Gefahr aus, wenn das Mittelfeld schnell überbrückt wurde. Torjäger Karim Benzema von Real Madrid konnte sich nach seiner starken Vorrunde ebenso wie Sturmspitze Olivier Giroud nur selten durchsetzen und verstolperte sogar einige Male den Ball.

Die größten Aufreger vor der Pause gab es binnen drei Minuten. Emmanuel Emenike stand knapp im Abseits, als er eine Eingabe von Ahmed Musa ins Netz drückte (19.). Bei der besten Chance der „Bleus“ in der ersten Halbzeit scheiterte Pogba mit seinem Volleyschuss an Nigerias glänzend reagierendem Keeper Vincent Enyeama (22.).

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