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21.02.2014

18:31 Uhr

Maria Höfl-Riesch

Das Ende „einer tollen olympischen Karriere“

Nach dreimal Gold und einmal Silber verabschiedet sich Maria Höfl-Riesch ohne weitere Medaille von den Winterspielen. „Eine tolle olympische Karriere“ habe sie gehabt. Zu schnell für die Konkurrenz: Mikaela Shiffrin.

Ein letztes Mal um die olympischen Stangen herum: Maria Höfl-Riesch. dpa

Ein letztes Mal um die olympischen Stangen herum: Maria Höfl-Riesch.

Krasnaja PoljanaMaria Höfl-Riesch hat sich ohne ihre fünfte Medaille von Olympia verabschiedet. Beim Flutlicht-Slalom am Freitagabend in Krasnaja Poljana fiel die 29-Jährige im zweiten Durchgang auf Platz vier zurück. Nach dem ersten Lauf war Höfl-Riesch Zweite gewesen, leistete sich aber dann mehrere kleine Fehler. Trotzdem konnte sie beim Schlusspunkt „einer tollen olympischen Karriere“ lächelnd mit den Schultern zucken und umarmte Ehemann Marcus Höfl. 38 Hundertstelsekunden fehlten ihr zu Bronze. „Enttäuschung ist natürlich schon da. Wenn du unten so ein Paket kriegst, dann ist das schon bitter“, sagte Alpinchef Wolfgang Maier.

Die amerikanische Weltmeisterin Mikaela Shiffrin verteidigte ihre Führung souverän und ist nun jüngste Slalom-Olympiasiegerin. Hinter der 18-Jährigen fuhren die Österreicherinnen Marlies Schild und Kathrin Zettel vor allenfalls halbbesetzten Rängen noch auf die Plätze zwei und drei vor.

Einen Tag vor dem mit Spannung erwarteten Torlauf-Auftritt von Felix Neureuther sind die deutschen Alpinen mit ihrer Bilanz von dreimal Edelmetall in jedem Fall zufrieden. Und das Slalom-Ass kann noch nachlegen und die erste Plakette eines deutschen Alpin-Herren seit dem Olympiasieg von Markus Wasmeier 1994 gewinnen. Am Freitag genoss aber erst einmal Maria Höfl-Riesch ihren wechselhaften Winterspiel-Auftritt.

Nach Gold in der Super-Kombination und Silber im Super-G lag Höfl-Riesch nach dem ersten Durchgang an einem für sie „tollen Tag“ aussichtsreich auf Rang zwei. „Es ist fast schon ein bisschen eine Überraschung, dass ich so gut liege“, sagte die 29-Jährige. Höfl-Riesch, Startnummer drei, winkte nach ihrer Fahrt zunächst zaghaft in die Kamera. Als Tina Maze (Slowenien) dann knapp hinter ihr ins Ziel kam, nahm Höfl-Riesch mit einem Lächeln im Gesicht den Helm ab. Nur Topfavoritin Shiffrin, den Hals mit einem kleinen USA-Zeichen verziert, war dann noch schneller im ersten Lauf. „Brutale Rückstände“ machte Höfl-Riesch schon da im Feld aus.

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