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05.06.2012

10:27 Uhr

Mesut Özil im Interview

„Ich jongliere mit den Füßen“

VonMichael Rosentritt, Stefan Hermanns
Quelle:Tagesspiegel

Mesut Özil ist der große Hoffnungsträger für die Euro 2012. Der Spielgestalter von Madrid ist Dreh- und Angelpunkt in Joachim Löws System - und bereit, es mit Spanien aufzunehmen. Özil über Herkunft, Idole und Können.

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BerlinHerr Özil, reden wir übers Wetter. Macht es für Ihr Spiel eigentlich einen Unterschied, ob es regnet oder die Sonne scheint?

Nein, das hat keine Auswirkungen. Ich genieße es natürlich, wenn die Sonne scheint und das Wetter perfekt ist. Aber Regen macht mir auch nichts aus. Ich bin jetzt schon seit Jahren in diesem Geschäft, spiele Fußball, seitdem ich sechs bin. Regen, Sonne, Schnee – als Kind bin ich bei jedem Wetter kicken gegangen, nach der Schule immer sofort auf den Bolzplatz.

Sie haben das Spiel in einem sogenannten Affenkäfig in ihrer Heimatstadt Gelsenkirchen gelernt. Wie muss man sich das vorstellen?

Der Platz ist komplett umzäunt, dadurch ist der Ball nie im Aus, es geht immer weiter. Wir haben oft fünf gegen fünf gespielt oder sechs gegen sechs. Und ich war meistens der Kleinste. Wir haben auch oft mit dem Ball gezockt.

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Gezockt?

Zinedine Zidane war damals mein großes Idol. Die Tricks, die wir von ihm im Fernsehen gesehen haben, haben wir auf dem Bolzplatz versucht nachzumachen. Überraschenderweise hat das bei mir immer sehr leicht geklappt. Bei den anderen hat es ein bisschen länger gedauert.

Was haben Sie an Zidane bewundert?

Für mich war das ein kompletter Spieler, beidfüßig, technisch begabt, kopfball- und abschlussstark.

Damals haben viele von Zidanes Kunststücken geschwärmt, von seinen Hackentricks, seinen Übersteigern. Sami Khedira, Ihr Kollege von Real Madrid, hat hingegen einmal erzählt: „Sein Spiel wurde für mich durch seine Einfachheit schön.“

Als Kind achtest du da doch gar nicht richtig drauf, außer Sami vielleicht (lacht). Du siehst natürlich, dass Zidane ein super Spieler ist, weil er großartige Tricks auf Lager hat. Von taktischen Dingen hatte ich damals keine Ahnung. Als Profi erkenne ich natürlich, dass Zidane nicht nur unglaubliche Kunststücke beherrscht hat, sondern auch für die Mannschaft enorm wertvoll war, weil er viel gearbeitet hat.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

05.06.2012, 17:18 Uhr

Korrektur:

Zidane trug bei Real Madrid die Rückenummer 5 und nicht wie angegeben die Nummer 10.

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