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27.11.2013

13:31 Uhr

Auktionshaus Bonhams

Schumachers erster Titel-Rennwagen wird versteigert

In London kommt das erste Auto, mit dem Michael Schumacher einen Formel-1-Titel gewann, unter den Hammer. Schon andere Rennwagen knackten bei Auktionen die Millionengrenze. Schumachers Auto könnte eins davon werden.

Der Benetton-Cosworth Ford B194 ist der erste Rennwagen, mit dem Michael Schumacher einen WM-Titel in der Formel 1 holen konnte. dpa

Der Benetton-Cosworth Ford B194 ist der erste Rennwagen, mit dem Michael Schumacher einen WM-Titel in der Formel 1 holen konnte.

Der Rennwagen, in dem Michael Schumacher den ersten seiner sieben Formel-1-Titel gewann, kommt unter den Hammer. Bei der Londoner Auktion könnte das Rennauto nach Schätzungen wohl mehr als eine Million Euro einbringen.

Der Benetton-Cosworth Ford B194 ist restauriert und rennfähig, teilte das Auktionshaus Bonhams mit, das den Wagen am 1. Dezember versteigert. Das Mindestgebot liegt bei 600.000 Pfund (716.400 Euro) zuzüglich Auktionsgebühr.

Einsitzige klassische Autos, die mit großen Namen in Verbindung stehen, haben in letzter Zeit hohe Preise erzielt. Im Juli wechselte ein Mercedes-Benz W196 von 1954, den Juan Manuel Fangio bei zwei Grand-Prix-Siegen fuhr, bei Bonhams für 19,6 Millionen Pfund den Besitzer – der höchste Preis, den je ein Auto bei einer Auktion erzielt hat.

„Einsitzer können in einem relativ begrenzten Markt gut laufen“, sagte James Hanson, Direktor beim britischen Autohändler Speedmaster, in einem Interview. „Leute, die reich genug sind, um klassische Autos zu kaufen, wollen sie auch benutzen. Man muss die richtige Größe für einen Formel–1-Wagen haben; man kann ja seine Freunde nicht beeindrucken, indem man ihn für eine Fahrt herausholt“, sagte Hanson, der regelmäßig Grand-Prix-Autos kauft und verkauft.

Den Benetton von Bonhams mit der Fahrgestellnummer B194-05 fuhr Michael Schumacher 1994 bei vier seiner neun Siege. Beim Grand Prix in San Marino war er nur Meter hinter dem Brasilianer Ayrton Senna, als dieser tödlich verunglückte.

In diesem November wurde ein McLaren M26 von 1977, gefahren vom früheren Formel-1-Weltmeister James Hunt, bei RK Motors im amerikanischen Charlotte für 1,2 Millionen Dollar (880.000 Euro) versteigert. Händlern zufolge wurden die Gebote durch den neuen Film „Rush“ von Ron Howard hochgetrieben, in dem es um die Rivalität zwischen Hunt und Niki Lauda geht.

„Der Markt in den USA ist dem britischen voraus, und der britische liegt vor Europa“, sagt Neil Dickens vom Händler The Hairpin Co. in der Grafschaft Wiltshire. „Auch wenn die Leute immer wählerischer werden, verkaufen sich die besten Autos zu immer irreren Preisen.“

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