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17.01.2014

15:16 Uhr

Bestechungsverdacht

Ecclestone trotz Prozessankündigung optimistisch

Bernie Ecclestone muss sich wegen dem Verdacht der Bestechung vor Gericht verantworten. Das Lebenswerk des Chefvermarkters der Formel 1 bröckelt. Doch der Brite bleibt auch weiterhin optimistisch.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Bestechung vor: Formel-1-Chef Bernie Ecclestone. AFP

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Bestechung vor: Formel-1-Chef Bernie Ecclestone.

LondonTrotz der Prozessankündigung und seines Rückzugs vom Direktorenposten im Vorstand der Formel-1-Holding sieht Bernie Ecclestone seine Position nicht entscheidend geschwächt. „Jeder aus dem Gremium stützt mich zu mehr als einer Million Prozent“, zitierte die britische Nachrichtenagentur Press Association (PA) den Chefvermarkter der Formel 1 in einem am Freitag veröffentlichten Artikel. „Sie wollen einfach, dass ich mit dem weitermache, was ich immer mache.“

Ecclestone bezeichnete die gegen ihn erhobenen Vorwürfe Press Association zufolge als „kompletten Unsinn“. Daher stehe für den 83-jährigen Briten auch fest: „In der Minute, in der das Verfahren vor Gericht beendet ist, kehre ich ins Gremium zurück.“

Wenige Stunden nach der Prozessankündigung am Donnerstag in München hatte die Investmentfirma CVC, für die Ecclestone als Geschäftsführer der Formel 1 arbeitet, mitgeteilt, dass der Brite aus dem Vorstand der Formel-1-Holding zurücktrete, das Tagesgeschäft in der Königsklasse des Motorsports aber weiterhin führe.

Formel-1-Chef Ecclestone: „Warum sollte ich zurücktreten?“

Formel-1-Chef Ecclestone

exklusiv„Warum sollte ich zurücktreten?“

Bernie Ecclestone könnte bald auch am Nürburgring das Sagen haben. Im Interview spricht er über seinen Wunsch, die insolvente Rennstrecke in der Eifel zu übernehmen und seinen letzten, ganz persönlichen Kampf.

Ecclestone sprach nach Angaben von Press Association von „business as usual“. Die Marschroute, den Direktorenposten der Dachgesellschaft Delta Topco ruhen zu lassen, sei schon vor Monaten besprochen worden, sagte er. „Für das Formula One Management ist es das gleiche wie zuvor. Da gibt es überhaupt keine Veränderung“, meinte Ecclestone.

Dass er selber die wichtigen Dokumente nicht mehr in Eigenverantwortung unterzeichnen darf, sieht der gewiefte Geschäftsmann gelassen. „Es ist so, als ob ich etwas kaufen wollte, ich es aber nicht ohne Erlaubnis des Vorstands tun darf“, sagte Ecclestone, „aber wenn es um Rennen, Strecken geht, wird es so sein, wie wir es immer getan haben. Es wird dasselbe sein.“

Ecclestone muss sich voraussichtlich ab Ende April wegen des Vorwurfs der Bestechung und Anstiftung zur Untreue vor Gericht verantworten. „Ich weiß, dass ich nicht schuldig bin“, betonte Ecclestone. „Das ist sicher. Ob ich aber verurteilt werde, ist eine andere Geschichte.“

Von

dpa

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