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24.01.2017

07:08 Uhr

Ecclestone-Abdankung

„Ein Wandel war überfällig“

Bernie Ecclestone ist nicht mehr Geschäftsführer der Formel 1. Was lange als unvorstellbar galt, ist nun Realität. Der US-Amerikaner Chase Carey löst den 86-Jährigen ab. Wohin steuert die Formel 1 nun?

Formel 1

Berater statt Chef – Ecclestone tritt ab

Formel 1: Berater statt Chef – Ecclestone tritt ab

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LondonBernie Ecclestone ist entmachtet. Die Formel 1 schlägt nun ohne ihren Alleinherrscher einen neuen Kurs ein. Nach knapp 40 Jahren als Geschäftsführer der Königsklasse des Motorsports wurde Ecclestone vom neuen Besitzer Liberty Media abgesetzt und durch den US-Amerikaner Chase Carey ersetzt. Der mittlerweile 86-jährige Ecclestone soll sein Wissen und seine Kontakte zumindest noch als Ehrenpräsident einbringen dürfen. Mit dem früheren Mercedes-Teamchef Ross Brawn und dem langjährigen ESPN-Manager Sean Bratches haben die neuen Besitzer nach der vollständigen Übernahme der Formel 1 auf der Führungsebene noch weitere gravierende Umbaumaßnahmen getroffen.

Die gravierendste betrifft aber Ecclestone. „Ich bin stolz auf das Geschäft, das ich über die vergangenen 40 Jahre aufgebaut habe und auf all das, was ich mit der Formel 1 erreicht habe“, wurde der Brite in einer offiziellen Mitteilung zitiert. Seinen erzwungenen Abgang hatte er schon zuvor verraten. „Ich wurde heute abgesetzt. Bin einfach weg“, zitierte das Fachmagazin „Auto, Motor und Sport“ am Montagabend Ecclestone, der Ende der 70er Jahre die TV- und Vermarktungsrechte der Formel 1 gekauft und damit den Grundstein seines milliardenschweren Imperiums gelegt hatte.

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Das Milliarden-Geschäft zur Übernahme der Formel 1 steht kurz vor dem Vollzug. Die Aktionäre von Liberty Media und der Weltverband haben dem Kauf zugestimmt. Der neue Eigentümer hält sich weiter bedeckt.

„Bernie, mega Job! Aber ein Wandel war überfällig“, schrieb der Ende des vergangenen Jahres zurückgetretene Weltmeister Nico Rosberg bei Twitter und wünschte dem nominellen Nachfolger Glück. „Mr. Carey, nur das Beste dabei, unseren Sport wieder fantastisch zu machen.“ McLaren-Geschäftsführer Zak Brown erinnerte indes an das Vermächtnis Ecclestones: „Wir sollten heute alle einem beachtlichen Unternehmer Tribut zollen. Man wird ihm nur schwer nachfolgen können.“

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