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09.05.2015

15:06 Uhr

Europa-Start der Formel 1

Die Jagd auf Hamilton beginnt in Spanien

Zum Start in die Europa-Saison der Formel 1 stellt sich vor allem eine Frage: Wer stoppt Lewis Hamilton? Die Hoffnungen, der Saison Spannung zu verleihen, ruhen dabei vor allem auf einem deutschen Duo.

ap

Lewis Hamilton

BarcelonaNach zwei Wochen in den Denkfabriken startet die Formel 1 die nächste Phase des Angriffs auf Lewis Hamiltons Vorherrschaft. Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg, der am Samstag auch die Pole holte, und Ferrari-Hoffnung Sebastian Vettel wollen zu Beginn der Klassiker-Saison die Wende im Titelkampf einleiten. „Man darf keine Wunder erwarten. Aber wir können hoffentlich wieder einen Schritt nach vorn machen und Mercedes noch mehr unter Druck setzen“, sagte Vettel vor dem Großen Preis von Spanien, der oft wegweisend für den weiteren Saisonverlauf war.

Der große Preis von Spanien - Was man wissen muss

Rekordsieger

Michael Schumacher feierte zwischen 1995 und 2004 gleich sechs Siege in Spanien. Wohl ein Rekord für die Ewigkeit. Seit das Rennen in Barcelona stattfindet, war nur Mika Häkkinen (3 Siege) annähernd so erfolgreich wie der Kerpener.

Schnellster

So flott wie Kimi Räikkönen bei seinem Sieg im Ferrari 2008 kam keiner um den heute 4,655 km langen Kurs. Sein Streckenrekord liegt bei 1:21,670 Minuten, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 205,191 km/h entspricht.

Premierensieger

Pastor Maldonado feierte seinen ersten und bisher einzigen Erfolg in der Königsklasse auf dem Circuit de Catalunya. 2012 ließ er ausgerechnet Lokalmatador Fernando Alonso hinter sich.

Regenmeister

Michael Schumacher holte 1996 in einem legendären Rennen seinen ersten Sieg für Ferrari. Bei strömendem Regen ließ der Kerpener die Konkurrenz ganz alt aussehen und surfte mit riesigem Vorsprung über die Ziellinie.

Olympiasieger

Gold für Deutschland holten 1992 Bernd Dittert, Christian Meyer, Uwe Peschel und Michael Rich in der Mannschaftsverfolgung der Straßenradfahrer, die auf dem seinerzeit nigelnagelneuen Kurs stattfand.

Taxifahrt

David Coulthard musste 2001 Taxifahrer spielen, als seinem in Führung liegenden Teamkollegen Mika Häkkinen auf der letzten Runde der Motor platzte. Michael Schumacher profitierte, und das Bild des per Anhalter fahrenden Finnen ging um die Welt.

Heimspiel

Stichwort Fernando Alonso - der zweimalige Champion ist der einzige Spanier, der bisher in Katalonien triumphieren konnte. 2006 und 2013 hatte er die Nase vorn.

Pole Position

Selbst in Monaco ist statistisch gesehen der erste Startplatz nicht so entscheidend, will man auch am Ende des Rennens die Nase vorn haben. In 18 von 24 Auflagen gewann der Polesetter. Fernando Alonso war 2013 der erste Fahrer, der nicht in den ersten beiden Startreihen stand (5.) und trotzdem als erster die Zielflagge sah.

Die meisten Teams werden mit neuen Ausbaustufen ihrer Autos auf dem Circuit de Catalunya nahe Barcelona antreten. Auf der 4,655 Kilometer langen Strecke zeigt sich, wie gut die Rennställe die kurze Pause vor den Europa-Läufen genutzt haben und ob die Kräfteverhältnisse für die kommenden Monate neu sortiert sind. Wer sich jetzt einen Fehlgriff geleistet hat, wird ihn vermutlich teuer bezahlen.

Als erster Mercedes-Herausforderer hat sich Ferrari erwiesen. Beide Teams teilten sich in den ersten vier Saisonrennen sämtliche Podiumsplätze. An der Seite von Vettel ist auch Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen wieder aufgeblüht. „Es ist eng, wir müssen angasen“, warnte der Silberpfeil-Pilot Rosberg. „Beide sind starke Fahrer, mit beiden muss man rechnen.“

Richtungweisend ist die Reise nach Katalonien aber auch für Rosberg. Der formstarke Hamilton war zuletzt einfach eine Nummer zu groß für den Deutschen. Seit seinem Heim-Triumph in Hockenheim am 20. Juli des Vorjahres hat Rosberg nur noch eines von 13 Rennen gewonnen. Hamilton entschied in dieser Zeit neun Grand Prix für sich. „Er hat im Moment einen Lauf, in dem alles immer perfekt ist. So etwas gibt es“, urteilte Mercedes-Teamaufseher Niki Lauda.

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