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13.05.2013

17:43 Uhr

Formel-1-Boss

Für Bernie Ecclestone wird es eng

Der mächtigste Mann der Formel 1, Bernie Ecclestone, soll einen Vorstand der BayernLB geschmiert haben. Der Banker ist bereits verurteilt, nun droht auch Ecclestone eine Anklage. Die zu klärende Frage: Wurde er erpresst?

Es geht um 44 Millionen Dollar: Der 82-Jährige Bernie Ecclestone sieht sich heftigen Vorwürfen ausgesetzt. dapd

Es geht um 44 Millionen Dollar: Der 82-Jährige Bernie Ecclestone sieht sich heftigen Vorwürfen ausgesetzt.

Steht der mächtigste Mann des internationalen Rennsports bald vor dem Landgericht München? Bernie Ecclestone, Geschäftsführer der Formel-1-Holding SLEC, steht nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ unmittelbar vor einer Anklage wegen Korruption. Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch von der Staatsanwaltschaft München I bestätigte auf Anfrage von Handelsblatt Online zumindest, „dass das Ermittlungsverfahren gegen den Beschuldigten Ecclestone nun abgeschlossen ist“. Zur weiteren Verfahrensweise könnten zu diesem Zeitpunkt keine Angaben gemacht werden.

Die Vorwürfe sind heftig: Es geht um Zahlungen in Höhe von 44 Millionen Dollar von Ecclestone an Ex-BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky. Der Banker wurde deswegen unlängst zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Der zu klärende Punkt: Wurde der Formel-1-Chef vom damaligen Hauptanteilseigner BayernLB erpresst oder machte sich Ecclestone Gribkowsky mit dem Geld gefügig?

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Gribkowsky war im vergangenen Jahr zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er das Schmiergeld von Formel-1-Chef Ecclestone beim Verkauf der Rennserie angenommen und nicht versteuert hatte. Die Strafe ist mittlerweile rechtskräftig: Sowohl der frühere BayernLB-Vorstand selbst als auch die Staatsanwaltschaft haben die Revisionen zurückgenommen, teilte der Bundesgerichtshof am Freitag in Karlsruhe mit. Der Formel-1-Boss könnte nun der nächste sein, dem eine Anklage droht.

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Wie die „Süddeutsche“ berichtet, bereitet sich die Rennserie bereits seit einiger Zeit auf den Ernstfall vor. Ähnlich der Diskussion beim FC Bayern München, wo Präsident und Aufsichtsratschef Uli Hoeneß Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung gestellt hatte, wird darüber nachgedacht, Ecclestone aufzufordern, seine Ämter ruhen zu lassen – sofern gegen ihn verhandelt wird. Hoeneß hatte angesichts ausbleibender strafrechtlicher Konsequenzen vom Münchener Aufsichtsrat zumindest bis Saisonende freie Hand bekommen.

Kommentare (2)

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zensierter

13.05.2013, 19:17 Uhr

Bei der Formel Eins sind es die Rennställe von Mercedes bis BMW, die Ecclestone niemals ernsthaft in Frage gestellt haben

es gab nie ein bmw F1 team, es gab 2006-2009 sauber bmw F1

Recherche....alles läßt sich im internet finden

Der_ewige_Spekulant

13.05.2013, 19:53 Uhr

@ zensierter

In der Tat war es vorher Williams-BMW und dann ab 2006 hat BMW das Team Sauber übernommen und dann war es BMW-Sauber.

Frank Williams soll sogar außer sich vor Wut gewesen sein, als BMW, während der Liaison mit Williams, versucht hat bei der Konstruktion des Chassis mitzubestimmen (siehe hierzu ganz unten). Dann hat sich BMW entschieden das Team Sauber zu übernehmen.


Und sollte man Bernie Ecclestone in Frage stellen ???
Er kennt und versteht dieses Geschäft so gut wie kein anderer.

Außerdem können die meisten Zeitungs-Schreiberlinge folgendes nicht wissen: die meisten F1-Teams (nur Ferrari und Sauber nicht) haben in England ihren Stammsitz. Ja selbst bei Mercedes ist dies der Fall.

Und diese Teams werden an der Spitze definitiv keinen Inder akzeptieren oder gar einen Franzosen.

(In diesem Kontext sollte man dann auch unbedingt zw. der FIA und der Formula One Group unterscheiden.)

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