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23.01.2017

20:54 Uhr

Formel-1-Boss tritt zurück

Das Ende der Ära Ecclestone

40 Jahre hat Bernie Ecclestone die Geschicke der Formel 1 fast im Alleingang gesteuert. Doch nach der Übernahme durch Liberty Media wird der Promoter nicht mehr gebraucht. Bernie Ecclestone tritt zurück.

Der 86-Jährige tritt ist zurückgetreten. dpa

Bernie Ecclestone

Der 86-Jährige tritt ist zurückgetreten.

LondonDer Gedanke war lange undenkbar: die Formel 1 ohne Bernie Ecclestone. Doch nach der Übernahme der selbst ernannten Königsklasse des Motorsports durch den US-Konzern Liberty Media ist das Ende der 40 Jahre dauernden Alleinherrschaft des Briten gekommen. Bernie Ecclestone ist eigenen Angaben zufolge seit Montag nicht mehr Geschäftsführer der Formel 1. „Ich wurde heute abgesetzt. Bin einfach weg. Das ist offiziell. Ich führe die Firma nicht mehr“, zitierte die Website „auto-motor-und-sport.de“ am Abend den Briten.

Dass der Milliardär mit den neuen Besitzern des PS-Spektakels fremdelt, hatte er schon vor einigen Monaten verlauten lassen. Sie hätten nicht mit ihm diskutiert, „bevor sie die ersten Anteile gekauft hatten. Deshalb weiß ich nicht, was sie eigentlich wollen“, sagte Ecclestone im November in einem Interview dem Fachmagazin „Auto, Motor und Sport“. „Jetzt verbringen sie ihre Zeit damit zu überprüfen, was sie da gekauft haben.“

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Das Milliarden-Geschäft zur Übernahme der Formel 1 steht kurz vor dem Vollzug. Die Aktionäre von Liberty Media und der Weltverband haben dem Kauf zugestimmt. Der neue Eigentümer hält sich weiter bedeckt.

Diese Prüfphase scheint beendet. In der vergangenen Woche hatte die Aktionäre von Liberty Media dem Kauf der Mehrheitsanteile an der Rennserie zugestimmt. Anschließend erteilte auch der Weltverband FIA Grünes Licht für die Übernahme. Nur die EU-Wettbewerbshüter könnten das Geschäft noch stoppen.

Insgesamt soll Liberty Media für die Mehrheit an der Königsklasse des Motorsports 4,4 Milliarden Dollar (etwa 3,93 Milliarden Euro) zahlen. Zudem sollten Schulden von 4,1 Milliarden Dollar übernommen werden. Der Liberty-Anteil soll auf 35,3 Prozent wachsen, das Stimmrecht vollständig bei dem US-Konzern liegen. Bisheriger Hauptgesellschafter war seit 2005 das Finanzunternehmen CVC, das Ecclestone als Geschäftsführer eingesetzt hatte.

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Der Medien-Unternehmer kauft für 8,5 Milliarden Dollar Anteile an der Formel 1 – das war schon lange sein Ziel. Eine Grundeigenschaft von Malone ist die Ausdauer, mit der er sich auch beim Kauf der Rennserie durchsetzte.

Ein konkretes Zukunftskonzept der neuen Formel-1-Lenker ist - zumindest öffentlich - noch nicht bekannt. Neben Bernie Ecclestone sollen auch die meisten anderen Vorstände im Formula One Management (FOM) laut Medienberichten ihre Positionen verlieren.

Den Posten als Vorstandschef der Rennserie übernahm der frühere TV-Direktor Chase Carey. Für die Vermarktung ist der ehemalige Chef des US-Sportsenders ESPN, Sean Bratches, im Gespräch, für den Sport soll der einstige Ferrari- und Mercedes-Teamchef Ross Brawn künftig zuständig sein.

Kommentare (1)

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23.01.2017, 14:46 Uhr

"Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

"Herr Fritz Porters23.12.2016, 12:25 Uhr
Liebe komödiantische Kommentatorengemeinde,

es ist mal wieder ein Fest wie lustig hier kommentiert wird ...was wäre mein Tag ohne diese wunderbaren Geistesblitze, die hier gepostet werden. Herrlich :-)"


@Porters

VIELEN DANK Herr Porters,
es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
Schön das Sie das zu schätzen wissen.

Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Eibel,Ebsel,Grande, Dirnberger,Trautmann....

ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

das ist unser geliebter

SPIEGEL

Danke

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