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20.02.2014

12:50 Uhr

Formel-1-Chef

Ecclestone gewinnt Zivilverfahren gegen Constantin

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone hat in einem Zivilverfahren gegen die Constantin Medien AG einen Sieg errungen. Diese hatte ohne Erfolg auf eine millionenschwere Entschädigungszahlung wegen Bestechung geklagt.

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone: Sieg gegen die Constantin Medien AG. dpa

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone: Sieg gegen die Constantin Medien AG.

LondonFormel-1-Chef Bernie Ecclestone hat in einem Zivilverfahren in London um millionenschwere Entschädigungszahlungen einen Sieg errungen. Der 83-Jährige entschied am Donnerstag vor dem High Court den Disput mit der deutschen Constantin Medien AG für sich.

Constantin, Rechtsnachfolger des früheren Formel-1- Rechteinhabers EM.TV, hatte geltend gemacht, Ecclestone habe den früheren Bayern-LB-Manager Gerhard Gribkowsky mit Millionensummen bestochen. Dadurch seien die Rechte zu billig an den Finanzinvestor CVC verkauft worden, Constantin sei ein hoher Gewinn entgangen. Dafür wollte das Unternehmen nun Entschädigung von 124 Millionen Euro.

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Bernie Ecclestone könnte bald auch am Nürburgring das Sagen haben. Im Interview spricht er über seinen Wunsch, die insolvente Rennstrecke in der Eifel zu übernehmen und seinen letzten, ganz persönlichen Kampf.

Ecclestone steht in München noch ein Verfahren wegen Bestechung bevor. Für diesen strafrechtlichen Prozess könnte sich das nun beendete Verfahren in London als Pyrrhussieg herausstellen. Der Richter am High Court, Guy Newey, erklärte in seiner Urteilsbegründung, es habe sich sehr wohl um Bestechung gehandelt und um eine „korrupte Vereinbarung“ zwischen Ecclestone und Gribkowsky gehandelt. Ecclestone bezeichnete er als „nicht verlässlich oder vertrauenswürdig“.

Die Entschädigungszahlungen könne Constantin dennoch nicht einklagen, weil das Unternehmen nicht nachweisen könne, dass durch die Bestechung tatsächlich ein Schaden entstanden sei. Ecclestone hatte geltend gemacht, er habe Gribkowsky die Millionen bezahlt, weil dieser ihm gedroht habe, ihn als Steuersünder darzustellen.

Von

dpa

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