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27.01.2011

12:45 Uhr

Formel 1

Ferrari eröffnet die Jagd auf Vettel

Ferrari macht den Anfang und präsentiert als erstes Top-Team sein neues Auto. F150 heißt die neue „Rote Göttin“. Doch nicht nur die Scuderia will Weltmeister Sebastian Vettel das Leben zur Formel-1- Hölle machen. Die Frage ist: Wer hat diesmal das beste Auto?

Die Formel-1-Boldiden von Ferrari aus der Saison 2010 auf der Strecke. Quelle: dapd

Die Formel-1-Boldiden von Ferrari aus der Saison 2010 auf der Strecke.

BerlinF150, RB 7, MGP W02, MP4-26 - sie klingen wie aus „Star Wars“, doch sie stammen aus der Formel-1-Welt 2011. Wer hat den besten Rennwagen für die kommende Saison entworfen? Die Antwort wird womöglich erst am ersten Adventswochenende Ende November in Brasilien feststehen. Im italienischen Maranello will Ferrari schon an diesem Freitag um 10 Uhr das erste Ausrufezeichen setzen.

Als erstes der vermeintlichen Top-Teams präsentiert die Scuderia ihr neues Auto, mit dem Fernando Alonso im Kampf gegen Champion Sebastian Vettel & Co zum großen Gegenschlag ausholen will. „Wir haben in dieser Saison fünf Weltmeister auf der Strecke“, so der Spanier, um anschließend etwas überraschend nicht den aktuellen Champion als ärgsten Rivalen auszumachen. Sondern: „Wenn alle das gleiche Auto haben, ist der gefährlichste für mich immer noch Michael.“ F150 von Ferrari - ein Tribut an 150 Jahre Vereinigung Italiens - gegen MGP W02 - den neuen MercedesGP im zweiten Comeback-Jahr des mittlerweile 42 Jahren Rekordmeisters und seines deutschen Team- Widersachers Nico Rosberg. Die beiden lüften das Geheimnis um ihren neuen Dienstwagen am kommenden Dienstagmorgen in Valencia.

50 Minuten vor Mercedes stellt sich Titelverteidiger Vettel aus Heppenheim um 8.30 Uhr zum Testauftakt den Fotografen und Fernsehkameras. RB7 - so der Name von Vettels und Mark Webbers Wagen. Vor einem Jahr wartete Design-Genie Adrian Newey mit einem revolutionären Auto auf, das der Konkurrenz oft einen Frontspoiler voraus war. Macken und Malaisen allerdings inklusive. Und 2011? Konkurrent Rosberg warnte bereits, die ersten Eindrücke überzubewerten. Eine Standortbestimmung gibt es für Mercedes nach Meinung des 25 Jahre alten Wiesbadeners erst nach der Qualifikation zum Großen Preis von Bahrain am 12. März. „Weil wir beim Testen ein komplett anderes Auto haben werden als in Bahrain“, erklärte Rosberg mit Blick auf die viergeteilten Tests, bei denen sich die Piloten nicht nur an die Reifen des neuen Exklusiv-Herstellers Pirelli gewöhnen müssen.

Auch der verstellbare Heckflügel und die Wiedereinführung des Energierückgewinnungssystems KERS sind 2011 neu. „Das Auto wird 2011 sicherlich komplexer“, schwante es bereits Alonso. Man verliere automatisch etwas an Konzentration, meinte der Spanier, der 2005 und 2006 mit Renault Weltmeister geworden war. Die Franzosen wollen als Lotus Renault den Etablierten die Suppe versalzen, hungrig auf Erfolg ist aber auch ein weiteres ehemalige Alonso-Team.

McLaren-Mercedes wird seinen MP4-26 allerdings als einziges Top- Team erst nach der ersten Testsession vorstellen - und wohl auch als einzige Mannschaft mit dem einst in der Formel 1 ebenso bekannten wie beliebten Ballyhoo. Auf dem Potsdamer Platz in Berlin wollen die Briten am 4. Februar mit den beiden Ex-Champions das Geheimnis lüften. Bis dahin ist der neue Ferrari schon eine Woche alt und für Oberboss Luca di Montezemolo, der wie sein Team nach beiden Titeln dürstet, steht schon vor dem ersten Vorhang fest: „Ich erwarte drei Teams, vielleicht vier, die 2011 an der Spitze mitfahren.“

Von

dpa

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