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24.05.2015

09:27 Uhr

Formel-1-Grand-Prix

Der Mythos Monaco

VonRoman Tyborski

Der Große Preis von Monaco ist einer der letzten Klassiker der Formel1. Und es ist das Heimrennen von Nico Rosberg. Wie kaum ein anderes Rennen ist Monte Carlo ein Mythos – und mit gigantischen Geldsummen verbunden.

Beim Grand Prix von Monte Carlo drehen die Boliden ihre Runden auf den Straßen Monaco. Der Stadtverkehr hat Pause. dpa

Formel 1 im Straßenverkehr

Beim Grand Prix von Monte Carlo drehen die Boliden ihre Runden auf den Straßen Monaco. Der Stadtverkehr hat Pause.

DüsseldorfAls Louis Henri Maxence Bertrand Rainier Grimaldi 1949 Fürst Rainier III. von Monaco wurde, war das Fürstentum zwar eines der reichsten Flecken der Erde, weltbekannt war es allerdings nicht. Doch mit dem neuen Staatsoberhaupt änderte sich das. Rainier holte 1950 die Formel 1 in das Fürstentum – seitdem ist Monaco in aller Munde.

Diesen Sonntag blickt die Welt wieder auf den Zwergstaat. Dann rauschen die Boliden wieder mit irrwitziger Geschwindigkeit durch die Häuserschluchten. Es geht vorbei an Hotels, Casinos und den Jachten im Hafenbecken, hin zur „Piscine“, wo Zuschauer das Renngeschehen Champagner schlürfend von ihren Swimming Pools aus verfolgen können.

„Ein Formel-1-Auto in Monaco zu fahren, ist fantastisch. Jeder Fahrer freut sich auf dieses Event“, schwärmt Mercedes-Pilot Nico Rosberg. Der Wahl-Monegasse ist der große Favorit auf den Sieg. Bereits in den beiden vergangenen Jahren konnte er auf seinem alten Schulweg triumphieren. Außerdem scheint Rosberg wie im vergangenen Jahr mit der Ankunft der Formel 1 in Europa gegenüber seinem Konkurrenten im eigenen Rennstall, Lewis Hamilton, wieder aufzuholen.

Der große Preis von Monte Carlo

Strecke

Streckenlänge: 3,33 Kilometer, Renndistanz: 78 Runden. Insgesamt: 260,52 Kilometer.

Kurven

12 rechts, 7 links – Distanz bis zur ersten Kurve: 120 Meter.

Vollgas

Vollgas-Anteil: 35,8 Prozent. Längste Vollgas-Passage: 7,5 Sekunden, 500 Meter.

Geschwindigkeit

Höchstgeschwindigkeit 2014: 290 Kilometer pro Stunde; Temposchnitt 2014: 143 Kilometer pro Stunde

Streckenrekord

1:14,439 Minuten (Durchschnittsgeschwindigkeit: 161,528 Kilometer pro Stunde), Michael Schumacher, 2004

Meiste Siege

McLaren, 15 Mal

„Bis Barcelona fuhr der Lewis außerirdisch“, erklärte Niki Lauda, Aufsichtsratsvorsitzender und Teilhaber des Mercedes-Formel-1-Teams. „Aber Nico hat sich erholt und Lewis' Lauf gebrochen.“

Hinter den beiden Mercedes dürfte Ferrari mit Kimi Räikonnen und Sebastian Vettel wieder um den dritten Platz kämpfen. Zwar konnte die Scuderia gegenüber 2014 in Sachen Motorleistung etwa 40 PS zulegen. Doch gegen die Übermacht der Silberpfeile dürfte Ferrari auch in Monaco nichts entgegensetzen können.

Vettel gibt sich dennoch kämpferisch: „In Monaco läuft es nicht immer normal. Hier macht der Fahrer noch deutlich mehr den Unterschied als auf anderen Strecken.“

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