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24.05.2015

16:22 Uhr

Formel 1 in Monte Carlo

Rosberg gewinnt – wegen Taktik-Fehler von Mercedes

Quelle:Handelsblatt Online

Formel-1-Pilot Nico Rosberg hat zum dritten Mal den Großen Preis von Monaco gewonnen. Dabei hatte Teamkollege Lewis Hamilton lange als der sichere Sieger ausgesehen – wenn Mercedes nicht taktisch daneben gehauen hätte.

Der Mercedes-Pilot gewinnt in Monte Carlo. AFP

Nico Rosberg

Der Mercedes-Pilot gewinnt in Monte Carlo.

Durch einen unfassbaren taktischen Fehlgriff von Mercedes bei Weltmeister Lewis Hamilton hat Stallrivale Nico Rosberg den Hattrick beim Formel-1-Klassiker in Monte Carlo vor Landsmann Sebastian Vettel geschafft. Hamilton führte souverän das Rennen am Sonntag an, bis eine Safety-Car-Phase nach einem heftigen Abflug von Teenager Max Verstappen an der Spitze für eine dramatische Wendung in der Schlussphase sorgte: Mercedes holte den Briten an die Box, Rosberg und Vettel blieben auf der Strecke.

Wie schon den Jahren 2013 und 2014 gewann letztlich Wahl-Monegasse Rosberg. Vettel wurde Zweiter, Hamilton Dritter. Der nächste Silberpfeil-Zoff ist programmiert. „Absolute Fehlentscheidung“, betonte Teamaufsichtsratschef Niki Lauda.

Der große Preis von Monte Carlo

Strecke

Streckenlänge: 3,33 Kilometer, Renndistanz: 78 Runden. Insgesamt: 260,52 Kilometer.

Kurven

12 rechts, 7 links – Distanz bis zur ersten Kurve: 120 Meter.

Vollgas

Vollgas-Anteil: 35,8 Prozent. Längste Vollgas-Passage: 7,5 Sekunden, 500 Meter.

Geschwindigkeit

Höchstgeschwindigkeit 2014: 290 Kilometer pro Stunde; Temposchnitt 2014: 143 Kilometer pro Stunde

Streckenrekord

1:14,439 Minuten (Durchschnittsgeschwindigkeit: 161,528 Kilometer pro Stunde), Michael Schumacher, 2004

Meiste Siege

McLaren, 15 Mal

Mit seinem zweiten Saisonsieg nacheinander verkürzte Rosberg (116) den Rückstand auf Hamilton (126) um sieben Punkte im WM-Klassement. Und der Brite war stinksauer: „Was ist da los?“, fragte er nach dem Reifenwechsel, der Hamilton den sicher geglaubten Sieg, den ersten seit 2008 im Fürstentum, kostete. Nachdem die Emotionen im hochbrisanten Teamduell schon vor einem Jahr hochgekocht waren, dürfte dieses wundersame Szenario die Silberpfeile noch länger beschäftigen. Vettel verkürzte seinen Rückstand auf Hamilton auf 28 Punkte.

Hamilton schien für das deutsche Duo ganz lange Zeit unerreichbar. Diesen Sieg wollte der Brite, der das glamouröse Umfeld der Schönen und Reichen spürbar genoss, „mehr denn je“. Nach seiner famosen Vorstellung in der Qualifikation ließ er beim Rennstart daran auch gar keine Zweifel aufkommen. Zum ersten Mal nahm der Brite das legendäre Rennen in den engen Straßen des Fürstentums von der Pole aus in Angriff. Rosbergs zunächst einzige Chance, den Rivalen zu überholen, war beim Start, aber es klappte nicht.

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Souverän bog Hamilton nach der kurzen Beschleunigungsgeraden in die erste Kurve ein. Dahinter versuchte Vettel Rosberg zu attackieren, der 27 Jahre alte Heppenheimer kam mit seinem Ferrari aber auf die Randsteine und driftete in dem Rechtsknick. Hamilton Erster, Rosberg Zweiter, Vettel Dritter - so ging es in und auch nach der ersten Runde weiter, zunächst jeweils mit etwa zwei Sekunden zwischen ihnen.

Rosbergs Möglichkeiten, den WM-Spitzenreiter wie zuletzt in Barcelona zu schlagen, schwanden eigentlich mit jedem der 78 Umläufe auf dem 3,34 Kilometer langen Kurs.

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