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27.05.2012

16:05 Uhr

Formel 1 in Monte Carlo

Sechster Sieger im sechsten Rennen

Nico Rosberg ist bei seinem „Heim-Grand-Prix“ Zweiter geworden - knapp hinter Red-Bull-Pilot Webber. Sebastian Vettel fährt weit nach vorne, muss aber um die Punkte bangen. Für „Schumi“ war erneut vorzeitig Schluss.

Mark Webber blieb vor Nico Rosberg. Reuters

Mark Webber blieb vor Nico Rosberg.

MonacoMark Webber hat seinen Teamkollegen Sebastian Vettel als Formel-1-König von Monte Carlo abgelöst. Der Red-Bull-Pilot triumphierte beim am Schluss verregneten und packenden Glamour-Grand-Prix im Fürstentum an der Côte d'Azur zum zweiten Mal nach 2010. Der Australier ist damit der sechste Sieger im sechsten Rennen einer bislang verrückten Saison. „Danke Jungs“, jubelte Webber über Boxenfunk.

Trotz des Daumendrückens der deutschen Fußball-Nationalmannschaft reichte es für keinen deutschen Fahrer zum Sieg beim 70. Großen Preis von Monaco: Aber Nico Rosberg feierte als Zweiter bei seinem Heimrennen am Sonntag ein glänzendes Ergebnis. Der Mercedes-Pilot attackierte bei Regen in den Schlussrunden wild, konnte Webber aber nicht mehr überholen. Fernando Alonso belegte auf dem rutschigen Stadtkurs im Ferrari den dritten Platz.

Sebastian Vettel hatte angesichts einer beinahe aussichtslosen Ausgangslage als Neunter beim Start keine realistische Chance auf eine Wiederholung seines Vorjahressieg. Immerhin kämpfte sich der zweifache Weltmeister aus Heppenheim auch dank einer klugen Strategie beim Höllenritt durch die Häuserschluchten auf Platz vier vor, verlor aber die WM-Führung. Michael Schumacher, in der Qualifikation noch grandioser Schnellster, hatte gleich nach dem Start einen Unfall. Wegen Problemen mit dem Benzindruck schied der Rekord-Weltmeister aus Kerpen dann in der 65. Runde aus.

Die größten Sieger des Grand Prix

Michael Schumacher (1)

Michael Schumacher, aus Deutschland, führt die Statistik mit ganzen 91 Siegen seit 1991 an.

Alain Prost (2)

Der Franzose Alain Prost sicherte sich in seiner Formel1-Karriere von 1980-1993 insgesamt 51 Siege.

Ayrton Senna (3)

Der Brasilianer gewann insgesamt 41 mal in seiner Karriere von 1984 bis 1994.

Nigel Mansell (4)

Nigel Mansell, aus England, siegte 31 mal in der Zeit zwischen 1880 und 1995.

Fernando Alonso (5)

Auf Platz 5 steht der Spanier Fernando Alonso mit 27 Siegen seit 2001 - er fährt jedoch immer noch.

Jackie Stewart (6)

Der Schotte Jackie Stewart liegt mit Alonso von der Anzahl der Siege gleich auf (27) allerdings, endete seine Karriere schon 1973.

Niki Lauda (7)

Der Österreicher Niki Lauda siegte insgesamt 25 mal, während seiner Karriere von 1971 bis 1985.

Jim Clark (8)

Auf Platz 8 findet sich erneut ein Schotte, diesmal Jim Clark, der zwischen 1960 und 1968, 25 Grand-Prix-Siege einfuhr.

Juan Manuel Fangio (9)

Juan Manuel Fangio folgt auf Platz 9 mit 24 Siegen, zwischen 1950 und 1958.

Nelson Piquet (10)

Der Brasilianer Nelson Piquet belegt, mit seinen im Zeitraum zwischen 1978 und 1991 errungenen 23 Siegen, Platz 10.

Damon Hill (11)

Auf Platz 11 findet sich der Engländer Damon Hill mit insgesamt 22 Siegen.

Sebastian Vettel (12)

Das Nachwuchstalent Sebastian Vettel, belegt im internationalen vergleich zwar „nur" Platz 12, allerdings fährt er auch erst seit 2007.

Alleiniger WM-Spitzenreiter nach sechs Grand Prix ist der Spanier Alonso mit 76 Punkten. Vettel fiel mit 73 Zählern auf Gesamtrang zwei zurück vor seinem punktgleichen Teamkollegen Webber. Nico Hülkenberg (Emmerich) belegte im Force India einen guten achten Platz und punktete damit zum dritten Mal in diesem Jahr. Marussia-Pilot Timo Glock (Wersau) wurde 15.

Für Schumacher wäre der Klassiker kurz nach dem Start beinahe vorbei gewesen. Der Schnellste der Qualifikation, der wegen eines Unfalls von Barcelona in Monte Carlo um fünf Plätze nach hinten strafversetzt worden war, kollidierte mit Romain Grosjean. Trotz leichter Schäden am Silberpfeil konnte der Rekord-Champion aus Kerpen weiterfahren. Grosjeans lädierter Lotus musste indes mit einem Kran aus der Gefahrenzone geborgen werden. Das Rennen wurde deshalb für zwei Runden hinter dem Safety Car neutralisiert.

Kommentare (4)

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Oelblase

27.05.2012, 17:24 Uhr

Bei Schumacher versagte diesmal die Benzinpumpe.

Dabei begann das Rennen wie immer. Beim Start von Croissant (Grosjean) abgeschossen - ach ja, klarer Rennunfall, passiert halt, dass es immer Croissant gegen Schumacher passiert ....

Aber vergessen wir mal Croissant. Dem für seine Startunfälle eine Strafe zu verpassen, ist wie einen Demenzkranken zu lehren, wie man sich gut erinnern kann.


Nach dem Rennstart bekam der bisher alles überragende Raikkönen eine Chance zu zeigen, was er zu leisten vermag. Gefühlte 100 Runden gurkte er rum wie ein Opa und konnte sich nach seinen glänzenden Rennen über einen Punkt freuen, weil Schumacher ausgefallen ist.

Und da möchte ich zum Punkt kommen. Es kommt mir so vor, dass nicht etwa die Gegner von Schumacher das Problem sind, sondern vielmehr sein unfähiges Team:

Mercedes AMG

Otto

27.05.2012, 18:46 Uhr

Wenn Sie von deutschen Fahrern reden, müssen wir erst festlegen wer ein deutscher Fahrer ist? Reicht dazu die dt. Staatsangehörigkeit lt. Papier und das Deutschsein wenn etwa schiefgeht? Gehört dazu nicht auch das der Wohnsitz in Deutschland ist und in Deutschland die Steuern ehrlich bezahlt werden? Schumacher und Vettel sind keine deutschen Fahrer. Ich freue mich über jeden Ausfall dieser beiden.

GottSchuetzeUnsVorGutmenschen

28.05.2012, 01:59 Uhr

Was manche für ein gewöhnungsbedürftiges Weltbild haben. Vettel + Schuhmacher sind keine Deutschen, weil sie nicht in Deutschland leben + in Deutschland keine Steuern zahlen. Dazu fällt mir nur ein…
Was guckst du in Flasche leer…
Wie viele Ausländer leben in Deutschland mit deutschem Pass, die zahlen auch keine Steuern, die schmarotzen nur, machen Kinder wie verrückt…
Wie viele Politiker leben auf Kosten des Steuerzahlers, und fabrizieren nur deutschfeindliche Politik!
Die ganze DENKE ist MÜLL!

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