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06.10.2012

11:29 Uhr

Formel 1 in Suzuka

Vettel darf Japan-Pole behalten

Trotz einer Red Bull-Dominanz im Qualifying musste Sebastian Vettel zwei Stunden um seinen ersten Startplatz bangen. Er soll Fernando Alonso behindert haben – doch die Kommissare beließen es bei einer Verwarnung.

Startplatz eins für Sebastian Vettel beim morgigen Großen Preis von Japan in Suzuka. dapd

Startplatz eins für Sebastian Vettel beim morgigen Großen Preis von Japan in Suzuka.

SuzukaPünktlich zum Titel-Endspurt in der Formel 1 sind der Vettel-Finger und das Lachen des Champions endgültig zurück. Mit breitem Grinsen, geballter Faust und schließlich seinem Markenzeichen, dem gestreckten Zeigefinger, feierte Sebastian Vettel am Samstag in Suzuka die 34. Pole Position seiner Karriere. „Das war vielleicht perfekt. Das Auto fühlte sich von Beginn an fantastisch an“, jubelte Vettel nach der Qualifikation zum Großen Preis von Japan am Sonntag (08.00 Uhr/RTL und Sky). Mit gerade einmal 25 Jahren ist der Heppenheimer damit in der Bestenliste der Fahrer auf Pole Position alleiniger Dritter.

Allerdings wurde die eindrucksvolle Demonstration der neuen Red-Bull-Stärke erst nach über zwei Stunden Beratungen der Rennkommissare bestätigt. WM-Spitzenreiter Fernando Alonso (194 Punkte) fühlte sich beim Versuch einer schnellen Runde vom Gesamtzweiten Vettel (165) behindert. Um 18.13 Uhr Ortszeit konnte der Champion aufatmen und sich ganz auf die Fortsetzung seiner WM-Aufholjagd am Sonntag konzentrieren. Er kam mit einer Verwarnung der Rennrichter davon. Alonso muss von Platz sechs starten. „Heute war ein guter Schritt, aber Punkte gibt es dafür noch keine. Daher kommt die Hauptaufgabe erst morgen“, mahnte Vettel dennoch.

Red-Bull-Teamchef Christian Horner warnte indes die Konkurrenz des Doppelchampions. „Sebastian ist in Topform“, befand der Engländer, der auch durch den zweiten Startplatz von Vettels Teamkollegen Mark Webber allen Grund zur Freude hatte. Die Red Bulls präsentieren sich derzeit deutlich stärker als McLaren und Ferrari. „Besser kann man es nicht machen. Red Bull ist absolut Top“, lobte auch TV-Experte Niki Lauda.

Vettel profitierte vom Pech seiner WM-Kontrahenten Alonso, Kimi Räikkönen (Lotus) und Lewis Hamilton (McLaren). Als Alonso zu einer schellen Runde ansetzen wollten, landete der WM-Dritte Räikkönen (149) nach einem Dreher im Kies. Durch die folgende Gelbe Flagge wurde der Spanier unfreiwillig ausgebremst und fühlte sich zusätzlich von Vettel behindert. Für den WM-Vierten Hamilton (142) reichte es am Ende nur zu Startplatz neun.

„Das ist zu wenig. Die heutige Qualifikation war eine der enttäuschendsten des ganzen Jahres“, haderte Hamilton und Alonso schwante: „Das wird ein schwieriger Sonntag für uns. Wir brauchen jetzt eine gute Strategie.“ Denn Vettel winkt nun der dritte Sieg im vierten Jahr in Suzuka. Damit würde er seinen 29-Punkte-Rückstand auf Alonso weiter verkürzen.

Durch die vierte Pole Position in seinem vierten Japan-Rennen ist der 25-Jährige ein kleines Stück an die Legenden Michael Schumacher (68 Pole Positions) und Ayrton Senna (65) herangerückt. Schumacher, der am Donnerstag seinen endgültigen Rücktritt zum Saisonende angekündigt hatte, erlebte mit Mercedes einen bitteren Nachmittag. Der Rekordweltmeister startet am Sonntag aus der letzten Reihe, Teamkollege Nico Rosberg von Platz 13.

„Katastrophe, um es auf den Punkt zu bringen“, wetterte der künftige Mercedes-Aufsichtsratschef Lauda, der kritische Fragen an Teamchef Ross Brawn ankündigte. „Das ist nicht der richtige Weg. Michael hat im Rennen null Chancen. Wenn Nico die gleichen Probleme hat wie heute, wird es auch nicht weiter nach vorn gehen“, schimpfte Lauda.

Zum dritten Mal in dieser Saison verpassten die Silberpfeile damit die Top Ten. Schumacher war eigentlich auf Platz 13 gefahren, darf wegen seines Auffahrunfalls beim vergangenen Rennen in Singapur allerdings nur von Rang 23 aus beginnen. „Das Auto war irgendwie nicht schnell genug“, haderte der 43-Jährige.

Die übrigen Deutschen Nico Hülkenberg und Timo Glock starten von den Plätzen 15 und 19. Hülkenberg wurde ein Unfall im Abschlusstraining zum Verhängnis, bei dem das Getriebe seines Force India beschädigt wurde und später gewechselt werden musste. Dadurch wurde der Emmericher um fünf Startplätze zurückversetzt.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Oelblase

06.10.2012, 09:27 Uhr

"Schumacher am Ende des Feldes"

Das ist wohl wahr. Nur muss mal auch gesagt werden, dass der Mercedes von Schumacher eine Schrottkarre ist.

Die Formel 1 ist ein Teamsport. Und wenn die Ingenieure von Mercedes GP zu dumm sind, um anständige Technik zu entwickeln, da kann der Schumacher (auch Rosberg) überhaupt nichts dafür.


Mercedes GP fehlten heute auf die Pole-Zeit am Ende 1,8 Sekunden. Da wird auch ein Lewis Hamilton nicht in die Top 10 kommen.

Eine äußerst intelligente Entscheidung von Schumacher, diese degenerierte Gurkentruppe zu verlassen. Denn Schumacher ist ein Siegertyp und diese Gurkentruppe von Mercedes GP (ehemals Honda-Werksteam) weiß es wohl nicht mal selbst, wie sie es geschafft hat Weltmeister in 2009 zu werden.

Account gelöscht!

06.10.2012, 10:03 Uhr

Das was Ferrari darf, das dürfen andere noch lange nicht. Die F 1 hat sich selber zu einem NICHTS degradiert.

Lichtblick

07.10.2012, 02:43 Uhr

@Oelblase

Endlich mal ein realistischer nicht prolliger Kommentar zu Michael Schuhmacher und Mercedes!
DANKE!

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