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30.06.2013

18:21 Uhr

Formel 1

Rosberg siegt im irren Silverstone-Rennen

Explodierende Reifen, Getriebeschaden, Lebensgefahr: Beim Grand Prix in Silverstone ließ Nico Rosberg seinem Rivalen Sebastian Vettel keine Chance. Doch der Zoff um die Reifen war einmal mehr das dominierende Thema.

Geschafft: Nico Rosberg reckt bei der Zieleinfahrt jubelnd die Hand in den Himmel. dpa

Geschafft: Nico Rosberg reckt bei der Zieleinfahrt jubelnd die Hand in den Himmel.

SilverstoneSebastian Vettel ließ sich am Kommandostand trösten, sein deutscher Rivale Nico Rosberg im hochdramatischen Silverstone-Krimi von nichts und niemandem stoppen. Als der Wiesbadener seinen zweiten Saisonsieg ausgelassen auf dem Podium umjubelte, musste der Red-Bull-Star Vettel eine Woche vor dem deutschen Formel-1-Heimspiel seinen Ausfall zehn Runden vor Schluss erst noch verdauen. „Da oben stehen drei Pokale und ich darf keinen mitnehmen“, sagte er: „Es ist natürlich schade, dass es uns trifft.“

Drei Tage vor seinem 26. Geburtstag musste Vettel den Sieg seinem Mercedes-Rivalen Rosberg überlassen, der damit nach dem umstrittenen Reifentest für Pirelli zwei der vergangenen drei Rennen gewonnen hat. „Was für eine verrückte Nummer“, sagte Rosberg im Anschluss an den unberechenbaren Grand Prix mit einer Serie explodierender Reifen: „Das ist ein ganz besonderer Tag. Diesen Sieg widme ich allen Kollegen des Teams.“ Der Wiesbadener hatte am Abend zuvor noch ein bisschen seinen 28. Geburtstag (Donnerstag) nachgefeiert.

Allerdings geriet der Erfolg noch einmal in Gefahr: Rosberg wurde knapp zwei Stunden nach Rennende zu den Stewards zitiert. Der Vorwurf: Er soll bei Gelben Flaggen das Tempo nicht wie vorgeschrieben verlangsamt haben. Er profitierte bei seinem Sieg am Sonntag im verrückten Großen Preis von Großbritannien vor Vettels Teamkollege Mark Webber und Fernando Alonso im Ferrari ohnehin auch vom geplatzten Reifen seines Silberpfeil-Mitstreiters Lewis Hamilton. „Das war ziemlich gefährlich. Ich habe drüber nachgedacht zu stoppen“, betonte Hamilton: „Ich weiß nicht, warum ich mein Leben für diese verdammten Reifen riskieren soll“, ereiferte sich der Silverstone-Vierte.

Fünfter wurde Kimi Räikkönen im Lotus. Adrian Sutil kam im Force India auf Platz sieben, Nico Hülkenberg rettete im Sauber als Zehnter noch einen Punkt. Vettels WM-Vorsprung schmolz vor dem Heimspiel am kommenden Sonntag auf dem Nürburgring: Alonso liegt auf Rang zwei nun 21 Zähler hinter Vettel. Übermütig wurde der Spanier deswegen aber keineswegs: „Ich habe gemischte Gefühle. Schön, dass wir so viele Punkte geholt haben. Aber wir sind nicht schnell genug.“ Räikkönen folgt mit einem Rückstand von 34 Punkten auf Vettel auf Platz drei.

Kommentare (2)

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30.06.2013, 21:25 Uhr

O-Ton Handelblatt
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Beim Grand Prix in Silverstone ließ Nico Rosberg seinem Rivalen Sebastian Vettel keine Chance.
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Selten einen derartigen Schwachsinn gehört.

Es war doch wohl der Getriebeschaden, der Vettel keine Chance ließ.

Und nicht Rosberg.

Account gelöscht!

30.06.2013, 23:50 Uhr

Zum Glück, sind bei mir Michelin Pneus drauf.

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