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04.10.2012

11:14 Uhr

Formel-1-Rücktritt

Geschasster Schumacher hat „Motivation verloren“

Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Rekordweltmeister Michael Schumacher wird sich zur neuen Saison keinem neuen Team anschließen. Nach seiner Demission bei Mercedes hängt „Schumi“ endgültig den Helm an den Nagel.

Aus, Ende, vorbei: Michael Schumacher erklärt zum zweiten Mal seinen Rücktritt als Formel-1-Rennfahrer. Reuters

Aus, Ende, vorbei: Michael Schumacher erklärt zum zweiten Mal seinen Rücktritt als Formel-1-Rennfahrer.

Suzuka Es ist endgültig aus und vorbei. Michael Schumacher will nicht mehr. Der Rekordweltmeister hört nach der laufenden Saison auf. Am 25. November wird sich Schumacher nach seinem 308. Grand Prix mit fast 44 Jahren aus der Königsklasse verabschieden. „Time to say goodbye“, sagte Schumacher am Donnerstag im japanischen Suzuka. „Ich habe die Motivation und Energie verloren, die zweifelsfrei notwendig sind.“

Sechs Rennen noch, dann ist Schluss. Sein Entschluss reifte „im Bewusstsein, noch immer mit den Besten der Welt mithalten zu können“, erklärte der siebenmalige Weltmeister auf seiner Homepage. „Das macht mich stolz, und auch deshalb habe ich mein Comeback nie bereut.“ Schumacher beendete damit auch die wild blühenden Spekulationen um einen Wechsel zu einem anderen Team, nachdem sein Vertrag beim deutschen Werksteam Mercedes jüngst nicht verlängert worden war.

Drei Jahre im Silberpfeil, drei Jahre ohne Sieg. Drei Jahre, die einen anderen Michael Schumacher zeigten: Einen in sich ruhenden und zufriedenen Piloten, der selbst trotz Dauer-Erfolglosigkeit offener und zugänglicher wirkte als in seiner ersten Karriere von 1991 bis 2006.

Sechs Tage nachdem Mercedes die Verpflichtung des Ex-Champions Lewis Hamilton als Schumacher-Nachfolger bekanntgegeben hatte, gab der Kerpener aber auch zu, die Ziele mit dem nicht WM-tauglichen Mercedes verfehlt zu haben. „Ich habe Ende 2009 gesagt, dass ich an meinen Erfolgen gemessen werden möchte, und daher habe ich in den vergangenen drei Jahren viel Kritik eingesteckt, die zum Teil berechtigt war.“ Klar sei auch, dass er niemandem mehr eine langfristige Perspektive bieten könne, meinte Schumacher.

Wochen- gar monatelang zögerte er eine Entscheidung hinaus. „Ich war mir schon während der letzten Monate nicht mehr sicher, ob ich die nötige Motivation und Energie für ein oder zwei weitere Jahre noch aufbringen kann; und es ist nicht mein Stil etwas zu tun, wovon ich nicht 100 Prozent überzeugt bin.“. Sein Team, das am 23. Dezember 2009 das spektakuläre Comeback bekanntgegeben hatte, war längst unruhig geworden, suchte nach möglichen Alternativen. Da kam der 16 Jahre jüngere Hamilton wie ein Segen.

Kommentare (6)

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Leser

04.10.2012, 10:41 Uhr

Dann hat Schumacher ja endlich Zeit sein erstes Buch
zu lesen.

Bin auch gespannt, wann denn der andere Schumacher-Frührentner
seine Kündigung bekommt.

Account gelöscht!

04.10.2012, 11:20 Uhr

Schade!

Fanpost

04.10.2012, 11:41 Uhr

Alle kochen mit Wasser. Schumacher, vorhersehbar, auch! Enttäuschend für den Fan, allerdings ist, daß dt. Mercedes Fahrwerkstechnik sich nicht gegen die Brits (MacLaren) durchsetzen kann!? Vielleicht sollten die Teamleiter die Gelegenheit ergreifen und auch in Pension gehen!!!

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