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13.01.2010

14:19 Uhr

Formel 1

Schumi-Comeback lässt Ticket-Nachfrage rasant steigen

Das Comeback von Michael Schumacher hat in Deutschland einen Ansturm auf Formel-1-Eintrittskarten und Reisen zu den Rennen ausgelöst. Derweil dreht Kilometerfresser Schumacher bei Wind und Wetter seine Runden und schuftet bei den privaten Testfahrten im südspanischen Jerez wie zu besten Zeiten für sein Formel-1-Comeback.

Der deutsche Formel 1-Pilot Michael Schumacher, während einer Testfahrt in einem Rennwagen der Nachwuchsklasse GP2 auf der Rennstrecke von Jerez De La Frontera in Spanien. dpa

Der deutsche Formel 1-Pilot Michael Schumacher, während einer Testfahrt in einem Rennwagen der Nachwuchsklasse GP2 auf der Rennstrecke von Jerez De La Frontera in Spanien.

HB BERLIN. Reiseveranstalter "Dertour Live" vermeldete am Mittwoch "einen Anstieg der Buchungseingänge um bis zu 400 Prozent" seit der Vertrags-Unterschrift des Rekord-Weltmeisters beim neuen Mercedes- Werksrennstall. Nach Angaben der offiziellen Ticketagentur für den deutschen Grand Prix verkaufen sich unter anderem die Karten für das Rennen auf dem Hockenheimring im Juli "rasant".

Der 41 Jahre alte siebenmalige Weltmeister bereitet sich seit Dienstag mit Testfahrten in Jerez auf seine Rückkehr in die Königsklasse vor. Nachdem ihm am Mittwoch ein heftiger Wolkenbruch am frühen Morgen fast einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte, ließ Schumacher sogar die Mittagspause sausen und schob Überstunden.

Der 41-Jährige fuhr am Mittwoch um 9.18 Uhr mit dem GP2-Boliden auf den zu diesem Zeitpunkt noch regennassen Kurs. Der siebenmalige Weltmeister drehte zunächst sechs Runden, danach wartete er in der Box auf trockenere Verhältnisse. Als die Bedingungen langsam besser wurden, durfte Schumacher bei Temperaturen von lediglich zwölf Grad Celsius mit Slicks auf die Rennstrecke.

Bis zum Mittag legte Schumacher 57 Runden zurück. Er hatte offenbar so viel Spaß an der Sache, dass er die Mittagspause einfach nach hinten verschob. Am Vortag hatte Schumacher an seinem ersten Testtag 51 Runden (225,8 km) absolviert, ehe er den Arbeitstag wegen des schlechten Wetters etwas früher beenden musste. "Es geht darum, möglichst viele Kilometer zu fahren", sagt Schumacher.

Der bei einem schweren Motorradunfall vor fast einem Jahr verletzte Nacken macht offenbar keine Probleme. "Die Kräfte in dem GP2-Auto sind allerdings auch nicht allzu hoch", sagt Schumacher, und ein bisschen Muskelkater sei schließlich ganz normal. Seinen ersten Comebackversuch für den ehemaligen Arbeitgeber Ferrari hatte Schumacher im August 2009 wegen des lädierten Nackens aufgeben müssen.

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