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25.11.2012

19:03 Uhr

Formel 1-Weltmeister

Vettel macht es schon wieder

Beim letzten Saison-Rennen hat es der deutsche Formel-1-Pilot spannend gemacht. Nach dem Start erlitt Vettel einen Crash und musste von weit hinten Konkurrent Alonso jagen - und doch fuhr er seinen dritten Titel ein.

Red-Bull-Fahrer Vettel auf der Piste von Sao Paulo. dpa

Red-Bull-Fahrer Vettel auf der Piste von Sao Paulo.

Sao PauloSebastian Vettel hat im unfassbaren Formel-1-Finale von Sao Paulo mit unglaublicher Nervenstärke im demolierten Red Bull den historischen WM-Hattrick perfekt gemacht. Der Heppenheimer ließ sich auch von einem Unfall nach wenigen Metern und dem letzten Platz nicht bremsen und läutete beim Abschiedsrennen von Rekordweltmeister Michael Schumacher endgültig eine neue Ära ein. Vettel holte als Sechster beim Großen Preis von Brasilien am Sonntag die nötigen Punkte, um seinen bärenstarken Widersacher Fernando Alonso im denkwürdigen Zitterrennen von Interlagos in Schach zu halten. Dem Spanier reichte Platz zwei nicht, um die 14 Punkte Rückstand auf Vettel aufzuholen.

Der deutsche Dominator ist mit 25 Jahren und 145 Tagen der jüngste Dreifach-Weltmeister der Formel-1-Geschichte und der erst dritte Pilot nach Juan Manuel Fangio und Schumacher, der dreimal nacheinander die WM-Trophäe gewann. Den Sieg beim letzten WM-Lauf 2012, der das ultimative i-Tüpfelchen auf eine verrückte Saison war, sicherte sich Jenson Button vor Alonso und dessen Ferrari-Teamkollege Felipe Massa. Formel-1-Ikone Schumacher verabschiedete sich nach 308 Grand Prix und insgesamt sieben WM-Titeln mit dem siebten Rang.

Die Dramatik begann, als die Roten Ampel den Weg für das Finale furiose frei machte. Unmittelbar zuvor hatte Vettel noch auf „business as usual“ zu machen versucht: „Heute ist das letzte, sonst unterscheidet sich das Rennen nicht von den anderen.“ Was dann aber in den ersten der insgesamt 71 Runden im Autodromo Carlos Pace passierte, hatte Seltenheitswert. Vettel kam schlecht von seinem vierten Startplatz weg. Im Gegensatz zu Verfolger Alonso, der sich von Platz sieben auf den dritten Rang hinter Pole-Mann Hamilton und dessen Teamkollegen Button katapultierte.

Und dann das: Bruno Senna rappelt mit seinem Williams ungestüm in einer Linkskurve in Vettels Rennwagen. Der Heppenheimer dreht sich und musste hilflos mitansehen, wie das gesamte Feld vorbeirast. „Einer hat mich getroffen“, funkte Vettel hörbar geschockt und mit fast weinerlicher Stimme an seine Teamleitung. In Vettels Heimat Heppenheim herrschte beim Public Viewing blankes Entsetzen. Denn alle wussten: Zu diesem Zeitpunkt war der WM-Titel futsch. Alonso konnte seine Position erstmal auch dank seines fahrenden Geleitschutzes Felipe Massa im zweiten Ferrari verteidigen.

Kommentare (11)

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helmi

25.11.2012, 19:22 Uhr

und FERRAI darf wieder mal weinen, ach ist das schön

Account gelöscht!

25.11.2012, 20:21 Uhr

Well done Seb, nice job.

Wenn er jetzt noch ein Model aus Zuffenhausen fahren würde, wäre meine Freund noch größer. Herr Müller, würde das nicht sie auch reizen?

Account gelöscht!

25.11.2012, 21:31 Uhr

Willkommen in den Schuhen von Michael Schumacher, Herr Vettel!

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