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16.03.2012

16:56 Uhr

Geld durchs Web 2.0

Der Weltstar Vettel zum Anfassen

VonThomas Mersch

Weg von der Exklusivität, hin zur Fannähe: Bisher konnte die Formel 1 allein durch ihre starke TV-Präsenz Werbekunden anlocken. Doch den Sponsoren reicht das nicht mehr - vielen fehlt die Nähe zum Fan.

Sebastian Vettel posiert mit einem Fan in Australien. Die Formel 1-Teams wollen ihren Fans mehr Erlebnisse bieten, um Sponsoren von sich zu überzeugen. dpa

Sebastian Vettel posiert mit einem Fan in Australien. Die Formel 1-Teams wollen ihren Fans mehr Erlebnisse bieten, um Sponsoren von sich zu überzeugen.

KölnHeike Grunwald hatte ein verlockendes Ziel vor Augen: Silverstone. Ein Jahr lang sparte sie das Geld, das sie als Babysitterin verdiente. Dann war es so weit: Die damals 17-Jährige konnte die Reise buchen. Noch heute schwärmt sie vom Formel-1-Wochenende an der legendären englischen Rennstrecke.

Die Motorsport-Königsklasse ist für Grunwald zum Alltag geworden. Heute verantwortet sie beim Schweizer Rennstall Sauber die Sponsoren-Akquise. Auch um die Fans will sich das Sauber-Team besser kümmern: „Wir müssen uns wieder mehr auf sie konzentrieren“, sagt Grunwald. Sie weiß: Fannähe kann Geldgeber locken. „Einige große Marken wie Coca-Cola oder McDonald’s fehlen, weil sie den Kontakt zu den Fans vermissen.“

Die größten Sieger des Grand Prix

Michael Schumacher (1)

Michael Schumacher, aus Deutschland, führt die Statistik mit ganzen 91 Siegen seit 1991 an.

Alain Prost (2)

Der Franzose Alain Prost sicherte sich in seiner Formel1-Karriere von 1980-1993 insgesamt 51 Siege.

Ayrton Senna (3)

Der Brasilianer gewann insgesamt 41 mal in seiner Karriere von 1984 bis 1994.

Nigel Mansell (4)

Nigel Mansell, aus England, siegte 31 mal in der Zeit zwischen 1880 und 1995.

Fernando Alonso (5)

Auf Platz 5 steht der Spanier Fernando Alonso mit 27 Siegen seit 2001 - er fährt jedoch immer noch.

Jackie Stewart (6)

Der Schotte Jackie Stewart liegt mit Alonso von der Anzahl der Siege gleich auf (27) allerdings, endete seine Karriere schon 1973.

Niki Lauda (7)

Der Österreicher Niki Lauda siegte insgesamt 25 mal, während seiner Karriere von 1971 bis 1985.

Jim Clark (8)

Auf Platz 8 findet sich erneut ein Schotte, diesmal Jim Clark, der zwischen 1960 und 1968, 25 Grand-Prix-Siege einfuhr.

Juan Manuel Fangio (9)

Juan Manuel Fangio folgt auf Platz 9 mit 24 Siegen, zwischen 1950 und 1958.

Nelson Piquet (10)

Der Brasilianer Nelson Piquet belegt, mit seinen im Zeitraum zwischen 1978 und 1991 errungenen 23 Siegen, Platz 10.

Damon Hill (11)

Auf Platz 11 findet sich der Engländer Damon Hill mit insgesamt 22 Siegen.

Sebastian Vettel (12)

Das Nachwuchstalent Sebastian Vettel, belegt im internationalen vergleich zwar „nur" Platz 12, allerdings fährt er auch erst seit 2007.

Mehr Offenheit für Fans: Was in Rennserien wie der DTM oder der Nascar in den USA selbstverständlich ist, fällt der Formel 1 offenbar schwer. „Es gibt eine Kultur der Heimlichkeit“, sagt Ben Pincus, Senior Vice President der auf Motorsport spezialisierten Agentur JMI in London. Noch immer sei Exklusivität das dominierende Leitbild.

Pincus warnt: Damit werde die Formel 1 Sponsoren und Fans nicht mehr gerecht. „Es geht heute mehr um Transparenz.“ Vielen Verantwortlichen fällt es jedoch schwer, sich darauf einzulassen.

Ein Motor des Wandels könnten die neuen Kommunikationstechniken sein – allen voran die sozialen Medien. „Für die Ausweitung der möglichen Beziehungen spielen sie eine Hauptrolle“, sagt Pincus. Der Motorsport fahre bei dieser Form der Interaktion weit hinterher. „Im Vergleich zum Fußball liegt er Hunderte Kilometer zurück.“

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