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08.10.2013

10:39 Uhr

Hamiltons Reue-Tweets

Vettel „ist ein toller Mensch“

Lewis Hamilton bereut seine Kritik an Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel. Via Twitter steuert der Mercedes-Fahrer auf einmal in die komplett andere Richtung und schreibt: „Er verdient jeden Erfolg.“

Die Formel-1-Rennfahrer Lewis Hamilton, Mercedes AMG, und Sebastian Vettel, Red Bull (l): „Er ist ein toller Mensch, humorvoll und bescheiden. Er verdient jeden Erfolg.“ dpa

Die Formel-1-Rennfahrer Lewis Hamilton, Mercedes AMG, und Sebastian Vettel, Red Bull (l): „Er ist ein toller Mensch, humorvoll und bescheiden. Er verdient jeden Erfolg.“

SuzukaNach einer Nacht in Japan waren Lewis Hamilton seine Nörgeleien über Sebastian Vettel plötzlich peinlich. Voller Reue schickte der Mercedes-Star via Twitter (@LewisHamilton) eine wahre Lobhudelei auf den Formel-1-Champion um die Welt, dessen Dominanz er zuvor noch als Schlafmittel verunglimpft hatte. „Er ist ein toller Mensch, humorvoll und bescheiden. Er verdient jeden Erfolg“, schrieb Hamilton seinen 1,7 Millionen Followern in einer Serie von Internet-Kurznachrichten. Der Brite will anscheinend nicht als schlechter Verlierer dastehen, wenn Vettel womöglich schon am Sonntag zum vierten Mal Weltmeister wird.

Beim Großen Preis von Südkorea hatte sich das noch ganz anders angehört. Nicht Vettel, sondern der WM-Zweite Fernando Alonso sei „der Schnellste von allen“, hatte Hamilton zum wiederholten Mal via Interview versichert. Ganz unverhohlen verdächtigte er Vettels Red-Bull-Team, am Auto des WM-Spitzenreiters zu manipulieren. Nach dem achten Saisonsieg des Deutschen ätzte der 28-Jährige dann, Vettels Überlegenheit sei schlicht ermüdend. „Gewinnen wird nie langweilig“, konterte Red-Bull-Teamchef Christian Horner umgehend.

Auf der Weiterreise zum 15. Saisonrennen in Suzuka erschreckte sich Hamilton über den Wirbel, den seine abfälligen Aussagen verursacht hatten. „Ich fühle mich verpflichtet, meine Gedanken klarzustellen. Sebastian ist ein großartiger Champion“, tippte der Silberpfeil-Pilot eilig in sein Handy, nachdem er erstaunt die Berichte in den britischen Zeitungen gelesen hatte.

Dabei ist es kaum verwunderlich, dass der hessische Seriensieger für Hamilton eine Reizfigur ist. 2010 löste Vettel den Engländer als jüngsten Weltmeister der Formel-1-Geschichte ab. Seither räumt der Heppenheimer mit Red Bull alles ab, fährt von Rekord zu Rekord und stiehlt dabei oft auch Hamilton das Scheinwerferlicht.

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