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18.07.2015

17:00 Uhr

Hockenheimring-Chef zu Formel-1-Zukunft

„Wenn es weitere Rückgänge gibt, muss die Formel 1 überdacht werden“

Die Absage des geplanten Deutschland-Rennens der Formel 1 schmerzt Hockenheimring-Chef Georg Seiler noch immer. Vom Erfolg des Comebacks 2016 hängt nun die langfristige Zukunft des deutschen Grand Prix ab.

Georg Seiler, Geschäftsführer des Hockenheimrings, in der Startaufstellung vor dem Großen Preis von Deutschland auf dem Hockenheimring. dpa

Georg Seiler

Georg Seiler, Geschäftsführer des Hockenheimrings, in der Startaufstellung vor dem Großen Preis von Deutschland auf dem Hockenheimring.

Hockenheim Nach der Aufnahme in den Formel-1-Rennkalender für 2016 hofft Hockenheimring-Geschäftsführer Georg Seiler auf eine positive Zukunft des deutschen Grand Prix. „Aber klar ist auch, wenn es weitere Rückgänge gibt, muss die Formel 1 überdacht werden“, sagte Seiler im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Das eigentlich für dieses Wochenende angesetzte Deutschland-Rennen 2015 war abgesagt worden, weil der Nürburgring keine finanzielle Einigung mit Formel-1-Chef Bernie Ecclestone erzielen konnte und der Hockenheimring nicht kurzfristig einspringen wollte.

Im gerade veröffentlichten vorläufigen Formel-1-Rennkalender für 2016 ist der deutsche Grand Prix nach der Absage in diesem Jahr wieder dabei. Sind damit alle Zweifel am Comeback beseitigt?
Das war so besprochen und ist jetzt vom Weltrat bestätigt worden. Wir haben einen Vertrag für 2016 und 2018.

Die Formel 1 in Deutschland

Tradition

Seit 1961 hat die Formel 1 bislang jedes Jahr Station in Deutschland gemacht. Zu den Hochzeiten fanden sogar zwei Rennen in Deutschland pro Jahr statt.
Quelle: dpa

Rennen

Insgesamt wurden bislang 75 Formel-1-Rennen in Deutschland gestartet.

Großer Preis

Großer Preis von Deutschland: insgesamt 61 Auflagen.

Hockenheim

Gefahren wurde davon 34 Mal auf dem Hockenheimring.

Nürburgring

26 Mal fand der Große Preis auf dem Nürburgring statt.

Berlin

1959 wurden auf der AVUS in Berlin gefahren.

Weitere Preise

Zudem ging es auf dem Nürburgring zwölfmal um den Großen Preis von Europa. Weitere zweimal fand dort der Große Preis von Luxemburg statt.

Wie weit sind Sie denn mit den Vorbereitungen?
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Wir werden noch im Juli mit dem Kartenvorverkauf beginnen. Alle anderen organisatorischen Maßnahmen sind bereits eingeleitet.

Wie sehr tut es weh, dass es in diesem Jahr nach mehr als einem halben Jahrhundert erstmals kein Deutschland-Rennen gibt?
Wenn man Fan der Formel 1 ist und so lange wie wir die Formel 1 veranstaltet, schmerzt das natürlich. Aber man muss den Tatsachen ins Auge sehen. Der Nürburgring hatte keinen Vertrag. Der Hockenheimring wäre eingesprungen, aber nicht mit einem Risiko. Das ist nachvollziehbar. Man will und kann einfach kein Risiko eingehen.

Wie sind Ihre Vorgaben für das nächste Jahr?
Wir brauchen nächstes Jahr ein gut gefülltes Haus, damit die Formel 1 eine Zukunft hat. Da muss alles passen, sonst können wir das Buch zuschlagen. Wir müssen dem Fan sagen: Komm' nächstes Jahr zum Rennen und sichere die Formel 1 am Hockenheimring.

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