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25.01.2010

19:14 Uhr

Mercedes F1-Präsentation

Schumi heiß auf „Schwarz, Rot, Silber“

VonMartin-W. Buchenau

Wenn Daimler-Chef Zetsche von einer "Nationalmannschaft der Formel 1" spricht, wird klar, welcher Erwartungsdruck auf dem potenziellen Traumgespann Mercedes, Schumacher, Brawn und Rosberg lastet. Und auch wenn die Stimmung bei der Team-Präsentation blendend ist, angesichts des hohen Etats sind die Silberpfeile fast schon zum Erfolg verdammt.

Michael Schumacher sitzt nun offiziell im Silberpfeil. Reuters

Michael Schumacher sitzt nun offiziell im Silberpfeil.

STUTTGART. Der siebenmalige Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher sprudelt an diesem Morgen im Stuttgarter Mercedes-Museum nur so vor Vorfreude auf sein Comeback in der automobilen Königsklasse. "Ich bin heiß", sagt der inzwischen 41-Jährige. Bei der Frage, ob er mit seinem deutschen Partner im neuen Mercedes-Rennstall Nico Rosberg jetzt - wie Daimler-Chef Dieter Zetsche kurz zuvor intoniert - "eine deutsche Nationalmannschaft der Formel 1" werde, wird Schumacher übermütig: "Man sollte mal Frau Merkel fragen, ob man Schwarz, Rot, Gold nicht in Schwarz, Rot, Silber ändern kann." Der neue Pilot im schwäbischen Silberpfeil hat die Lacher auf seiner Seite.

Das Kalkül von Mercedes für die Reaktivierung von Deutschlands erfolgreichstem Rennfahrer mit bislang 91 Grand-Prix-Siegen scheint schon jetzt aufzugehen. 600 geladene Gäste; unzählige Kamerateams senden live die Präsentation des neuen Formel-1-Teams Mercedes GP Petronas: Die Aufmerksamkeit könnte nicht größer sein, obwohl das aktuelle Fahrzeug noch gar nicht fertig ist und nur das neue Sponsorendesign auf den Vorjahreswagen gepappt wurde.

Aber Schumi zieht eben: Vor dem Museum wartet eine Hundertschaft Schumi-Fans in bitterer Januarkälte, nur um einen Blick auf ihren Star zu erhaschen.

Kaum vorzustellen, was in Hockenheim oder auf dem Nürburgring los sein wird, wenn der Altstar tatsächlich nach über drei Jahren Pause in dieser Saison mit dem Silberpfeil ein Rennen gewinnt. "Wir wollen Weltmeister werden", ruft Daimler-Vorstandschef Zetsche der Menge zu. Es gehe nicht nur um Motorsport, es gehe auch um Markenpflege und Image. "Es muss nicht gleich im ersten Jahr klappen, aber wir versprechen technische Perfektion am Limit", beschwor Zetsche.

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