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23.08.2014

15:05 Uhr

Mercedes in der Formel 1

Ein Machtkampf gefährdet die perfekte Saison

VonLisa Schrader

Der Weltmeister fährt aussichtslos hinterher: Sebastian Vettel und Red Bull müssen die Silberpfeile vorbeiziehen lassen. Doch interne Querelen im Mercedes-Team verhindern die totale Dominanz.

Einer jubelt, einer schmollt: Die rivalisierenden Teamkollegen Nico Rosberg und Lewis Hamilton. dpa

Einer jubelt, einer schmollt: Die rivalisierenden Teamkollegen Nico Rosberg und Lewis Hamilton.

DüsseldorfMercedes-Piloten auf dem Treppchen und ein Weltmeister, der bei der Siegerehrung mit finsterer Miene auf den Zuschauerplätzen zu finden ist – so sieht es in der laufenden Saison der Formel 1 meist aus, wenn die Sieger und Verlierer des Rennwochenendes feststehen. Nach vier Titeln für Sebastian Vettel im Red Bull nacheinander muss der Heppenheimer dieser Tage mit anschauen, wie ihm die Konkurrenz davonfährt.

Schon bei den Testfahrten im Vorfeld der Saison hatte sich abgezeichnet, dass die Roten Bullen nicht an die Leistungen der vergangenen Jahre würden anknüpfen können. Vettel und Teamkollege Daniel Ricciardo konnten ihre Boliden aufgrund technischer Probleme mit der neuen Renault-Motorengeneration an manchen Tagen für keine einzige Testrunde auf die Strecke bringen. Anders erging es den Mercedesfahrern Nico Rosberg und Lewis Hamilton, deren Ingenieure wesentlich besser mit den vielen Regeländerungen zur neuen Saison zurechtkamen.

Die Dominanz der Silberpfeile drückt sich jetzt in beeindruckenden Zahlen aus. Rosberg und Hamilton gewannen zusammen neun der bisher gefahrenen elf Rennen. Mit Ausnahme des Grand Prix im österreichischen Spielberg, als Felipe Masse im Williams die schnellste Zeit im Qualifying fuhr, stand immer ein Mercedes-Fahrer auf der Pole Position. In der Konstrukteurswertung hat Mercedes bereits 174 Punkte Vorsprung auf Red Bull.

Zum überlegenen Auto gesellen sich zwei der besten Fahrer, die in der Formel 1 unterwegs sind: Nico Rosberg galt lange schon als großes Talent und hat 2014 erstmals das Auto, um sein fahrerisches Können regelmäßig in Podiumsplätze umzuwandeln. Und Lewis Hamilton, dessen Fahrvermögen seit Jahren unbestritten ist, überzeugte zuletzt durch großen Kampfgeist. Sowohl auf dem Hockenheimring als auch beim Rennen in Ungarn fuhr der Brite vom Ende des Feldes noch auf Position drei.

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