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22.07.2016

20:32 Uhr

Motorsport

BMW plant Rückkehr nach Le Mans

BMW will im Motorsport mehr machen: Neben einem Engagement in der DTM könnten die Münchner auch wieder in Le Mans an den Start gehen. Auch die Konkurrenz freut sich über den möglichen Einstieg.

Neben einem Engagement in der DTM könnte BMW auch wieder in Le Mans an den Start gehen. dpa

DTM in Nürnberg

Neben einem Engagement in der DTM könnte BMW auch wieder in Le Mans an den Start gehen.

NürburgBMW lässt vor dem vierten Saisonrennen der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) am kommenden Sonntag (13.00 Uhr) auf dem Nürburgring aufhorchen: Der Autobauer plant die Rückkehr in die Serie und damit auch zum Traditionsrennen in Le Mans. BMW wäre dann mit Audi und Porsche die dritte deutsche Marke, die in der WEC fährt.

„Bei der FIA Word Endurance Championship handelt es sich um ein interessantes Format“, sagte BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich der Deutschen Presse-Agentur. „In der nächsten Schleife des Bewertungsprozesses der Motorsport-Strategie wird das sicher eine Rolle spielen.“ Demnach ist der Einstieg und damit das Le-Mans-Comeback der Bayern für 2018 angedacht.

Die Konkurrenz freut sich über den möglichen Einstieg: Dadurch würde die WM mehr „Aufmerksamkeit“ und „Attraktivität“ erhalten, sagte der Leiter des Le-Mans-Teams von Porsche, Fritz Enzinger. Der langjährige BMW-Motorsport-Mitarbeiter hält die Entwicklung für einen „logischen Schritt“, denn für Hersteller werde es immer wichtiger, Technik im Motorsport zu erproben.

Zuletzt war BMW-Motorsport 2010 und 2011 in Le Mans dabei. Die Münchner hatten 1999 mit dem Schnitzer-Team aus Freilassing ihren bisher einzigen Triumph bei dem legendären Langstreckenrennen in Frankreich geschafft. Nach dpa-Informationen beschäftigt sich BMW auch mit einem Engagement in der zwei Jahre alten Formel E, einer Rennserie für Wagen mit einem Elektromotor.

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BMW äußerte sich dazu allerdings noch zurückhaltender als über den WEC-Einstieg: „Die Formel E ist eine sehr interessante Serie mit großem Potenzial und einer anderen Zielgruppe“, sagte Fröhlich. „Für uns ist es allerdings Voraussetzung, dass man ein Rennen mit einem Fahrzeug vom Start bis ins Ziel bestreiten kann.“

Momentan müssen bei den Rennen die Autos wegen leerer Batterien schon nach rund 25 Minuten getauscht werden. Das soll es zumindest laut FIA in der fünften Formel-E-Saison ab 2018 nicht mehr geben.

Bedeuten diese Pläne das Ende der Bayern im Deutschen Tourenwagen Masters (DTM)? Solchen Gerüchten erteilte Entwicklungsvorstand Fröhlich ein klare Absage – jedenfalls mittelfristig. BMW habe sich mit den anderen Teams, Audi und Mercedes-Benz, verpflichtet, bis 2018 die Serie zu verbessern. Bei der geplanten Neuausrichtung der Motorsport-Strategie ist dabei nach dpa-Informationen eine BMW-Rückkehr in die Formel 1 derzeit kein Thema.

Von

dpa

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