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28.02.2006

11:26 Uhr

Motorsport DTM

Frentzen wechselt zu Audi

Ex-Formel-1-Pilot Heinz-Harald Frentzen wird in der neuen Saison für Audi in der DTM (Deutsche Tourenwagen Masters) fahren. "Jetzt möchte ich endlich Rennen gewinnen", begründete Frentzen seine Entscheidung.

Das Duell der Formel-1-Oldies Heinz-Harald Frentzen gegen Mika Häkkinen ist perfekt: Die DTM (Deutsche Tourenwagen-Masters) bekommt 2006 das ersehnte Titel-Duell zweier ehemaliger Formel-1-Stars. Der Mönchengladbacher Frentzen wechselt nach dem Ausstieg von Opel innerhalb der DTM zum Ingolstädter Automobilkonzern Audi und setzt sich gleich hohe Ziele. "Jetzt möchte ich endlich DTM-Rennen gewinnen und auch um den Titel kämpfen", sagte der 38-Jährige, nachdem er sich mit Audi über die letzten Details eines Einjahresvertrag geeiningt hatte.

"Ich freue mich, dass Audi mir die Chance gibt, den DTM-Fans zu zeigen, was ich in einem Tourenwagen wirklich kann", meinte der Mönchengladbacher, der nach seinem Formel-1-Ausstieg Ende 2003 in den letzten beiden Jahren in der DTM für Opel gefahren ist, dort aber kein Rennen gewann. Zwei dritte Plätze und der achte Rang in der Gesamtwertung 2005 waren die besten Resultate von "HHF" - zu wenig für seine eigenen Ansprüche.

Deutliche Gehaltsabstriche

Um in einem Top-Auto noch einmal sein Können zeigen zu dürfen, nahm Frentzen deutliche Gehaltsabstriche in Kauf und dürfte 2006 rund 600 000 Euro verdienen. Zudem muss er sich bei Audi ins Team eindordnen und ist gleichberechtigt mit Vize-Meister Mathias Ekström (Schweden), Le-Mans-König Tom Kristensen (Dänemark) und Martin Tomczyk (Rosenheim), die im Werksteam Abt Sportline die anderen drei Audi A4 aus dem Jahrgang 2006 fahren. Insgesamt sind jetzt neun von zehn Audi-Cockpits für 2006 besetzt.

"Wir sind von seinen fahrerischen Qualitäten überzeugt. In der Formel 1 hat er gezeigt, was er kann, in der DTM wurde er unseres Erachtens nach bisher deutlich unter Wert geschlagen", sagte Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich: "Wir wissen, dass Heinz-Harald Frentzen bei den Fans und den Medien sehr beliebt ist. Das spricht für seine Persönlichkeit." Auch die übertragende ARD hatte sich Frentzens Verbleib in der DTM gewünscht.

Eine der besten Rennserien der Welt

"Ich war schon immer ein Fan der Marke Audi mit ihrem modernen Design und ihrer technischen Kompetenz. Im Motorsport sind sie seit Jahren einer der erfolgreichsten Hersteller", sagte Frentzen, der in der Formel 1 in 157 Rennen drei Siege feierte, 1997 Vize-Weltmeister und 1999 WM-Dritter war. Sein jetziges Betätigungsfeld ordnet er direkt hinter der Königsklasse ein: "Die DTM ist neben der Formel 1 einfach eine der besten Rennserien der Welt."

Auch DTM-Boss Hans Werner Aufrecht ist froh, dass "HHF" der Serie erhalten bleibt, und davon überzeugt, dass der Name Frentzen immer noch zieht und die Fans lockt. "Ich bin sicher, dass er voll motiviert ist. Er wird bei Audi zeigen, was er kann", sagte Aufrecht: "Heinz-Harald weiter in der DTM - das ist gut für alle Zuschauer, für Audi, für ihn selbst und natürlich für die ganze Serie." Die DTM-Saison beginnt am 9. April in Hockenheim und umfasst insgesamt zehn Rennen, vier davon im europäischen Ausland. Nach dem Opel-Ausstieg sind Audi und Mercedes-Benz die einzigen werksseitig engagierten Hersteller in der Serie. In jedem Fall wird es einen neuen Meister geben, da Titelverteidiger Gary Paffett (Großbritannien) bei Mercedes zum Formel-1-Testfahrer aufgestiegen und deshalb nicht mehr am Start ist.

© SID

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