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08.04.2006

14:47 Uhr

Motorsport DTM

Green führt Mercedes-Front bei DTM-Auftakt an

Das Qualifying zum ersten Lauf der Deutschen Tourenwagen Masters auf dem Nürburgring war fest in Mercedes-Hand. Jamie Green schnappte sich vor zwei weiteren Mercedes die Pole Position. Heinz-Harald Frentzen enttäuschte.

Die Fans wurden zum Auftakt der neuen Saison der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) nicht enttäuscht. Im Qualifying zum ersten Lauf auf dem Hockenheimring unterstrich Mercedes seine Favoritenrolle und holte in Person von Jamie Green die Pole Position. Der Brite fuhr in 1:33,473 Minuten die schnellste Zeit. Auf den beiden Plätzen dahinter sorgten Bernd Schneider (St. Ingbert) und der Kanadier Bruno Spengler in zwei weiteren C-Klassen für einen erfolgreichen Mercedes-Tag. Bester Audi-Pilot war Martin Tomczyk aus Rosenheim auf Rang vier.

Hinter dem Berliner Stefan Mücke (Mercedes) im besten Vorjahresauto auf Rang fünf und dem Schweden Mattias Ekström in einem weiteren Audi A4 kamen die beiden früheren Formel-1-Piloten Mika Häkkinen (Finnland) im Mercedes und Heinz-Harald Frentzen aus Mönchengladbach im Audi in der Startaufstellung für das erste von zehn Rennen (Sonntag, 14.00 Uhr/live in der ARD) auf die Plätze sieben und acht.

"Ich habe nicht damit gerechnet, dass gleich drei Mercedes vorne stehen", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug: "Das neue Format hat das gebracht, was wir uns alle erhofft hatten. Spannung von der ersten bis zur letzten Minute mit der einen oder anderen Überraschung. Mika hat noch Probleme mit seinem Setup." Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich meinte: "Es war eine kurzweilige Stunde, aber mit dem Ergebnis sind wir natürlich nicht zufrieden."

Stoddart gewinnt erstes Damen-Duell

Das erste Damen-Duell entschied unterdessen die Schottin Susie Stoddart für sich. Die Mercedes-Pilotin holte Startplatz 17 im 20-köpfigen Feld und ließ nicht nur ihre Audi-Konkurrentin Vanina Ickx (Belgien/Platz 20) hinter sich. Stoddart war zudem Schnellste in einem 2004er-Auto.

Häkkinen machte es schon in der ersten K.o.-Runde des neuen Qualifikationsformates spannend. Erst in allerletzter Sekunde schob er sich noch um fünf Hundertstelsekunden auf Rang 14, der ihn gerade noch in die zweite Runde brachte. Prominentestes Opfer der ersten Runde war der frühere Formel-1-Pilot Jean Alesi in einem Vorjahres-Mercedes. 2005 hatte der Franzose, der nur auf Startplatz 16 steht, in Hockenheim noch gewonnen.

Häkkinen bleibt Minimalist

In der zweiten Runde präsentierte sich Häkkinen wieder als Minimalist. Diesmal kam der "Fliegende Finne" als achter und letzter Fahrer weiter und verwies den siebenmaligen Le-Mans-Sieger Tom Kristensen aus Dänemark im Audi auf Startplatz neun. Mehr als Rang sieben sprang aber am Ende nicht mehr heraus. "Ich habe leider keine perfekte Runde geschafft, obwohl ich keine großen Fehler gemacht habe. Morgen will ich eine stärkere Leistung zeigen und um einen Podiumsplatz kämpfen", sagte der zweimalige Formel-1-Weltmeister.

Kristensen verpasste unterdessen als einziger von acht Fahrern in 2006er-Autos die dritte Runde, in der die besten acht Fahrer um die Pole Position kämpfen. Der Däne beschwerte sich vehement über seinen neuen Teamkollegen Frentzen, der ihm seiner Meinung nach eine schnelle Runde kaputt gemacht hatte. "Ich weiß nicht, ob man das unter Teamkollegen macht", schimpfte Kristensen. Frentzen verteidigte sich allerdings. "Es war wohl ein Missverständnis, so etwas macht man nicht absichtlich. Tom war anscheinend auf einer schnellen Runde und dann sicher sauer", meinte "HHF": "Die Sache hat uns beiden sicher nicht geholfen, wir hatten beide kaputte Autos."

Die beiden Audi-Piloten waren auf der Strecke sogar leicht kollidiert, so dass vor der letzten Quali-Runde an Frentzens Wagen noch kleinere Reparaturen nötig waren. So kam er erst relativ spät in der siebenminütigen Abschlusssitzung auf die Strecke und vergab dann bei seinem einzigen Versuch durch einen dicken Verbremser eine bessere Position.

© SID

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