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09.04.2006

15:07 Uhr

Motorsport DTM

Schneider gewinnt bei DTM-Auftakt

Mercedes-Pilot Bernd Schneider hat den Saisonauftakt der DTM auf dem Hockenheimring für sich entschieden. Tom Kristensen (Dänemark) wurde Zweiter, Heinz-Harald Frentzen (Mönchengladbach) fuhr auf den dritten Rang.

Mercedes-Fahrer Bernd Schneider hat beim Saisonauftakt der Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) in Hockenheim triumphiert und seine Ambitionen auf den fünften Titel untermauert. Wie schon beim Saisonfinale 2005 war Schneider auf seiner Lieblingsstrecke nicht zu schlagen. Der Saarländer aus St. Ingbert, der zum 13. Mal in Hockenheim gewann, verwies in seiner Mercedes C-Klasse den siebenmaligen Le-Mans-Sieger Tom Kristensen aus Dänemark in einem Audi auf Rang zwei. Die beiden früheren Formel-1-Piloten Heinz-Harald Frentzen (Audi) und Mika Häkkinen (Mercedes) belegten die Plätze drei und vier.

"Hockenheim ist mein zuhause, hier fühle ich mich wohl. Das Rennen war superschön", sagte Schneider nach seiner Triumphfahrt auf seiner Auslaufrunde. Der Auftaktsieg in Hockenheim ist für den 41-Jährigen zudem ein gutes Omen. Dieses Kunststück ist ihm in seiner Karriere schon viermal gelungen (1995, 2000, 2001 und 2003), und jedes Mal wurde er am Ende des Jahres auch Meister.

"Ich bin nicht abergläubisch, aber wenn dieses Gesetz der Serie stimmt, dann geht der Rest ja offensichtlich von selbst", meinte Schneider, für den "alles andere als der Titel nicht in Frage kommt". Mit seinem insgesamt 30. DTM-Sieg schob sich Schneider zudem bis auf einen Sieg an Rekordhalter Klaus Ludwig (Roisdorf) heran, der in seiner Karriere 31-mal in der DTM ganz oben auf dem Siegerpodest stand.

Mercedes und Audi zufrieden

"Das war ein verdienter und souveräner Sieg für Bernd Schneider und ein perfekter Auftakt für Mercedes", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug: "Bernd hat offenbar einen Lauf. Er ist so schnell gefahren, wie er musste." Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich meinte: "Wir haben mit einer guten Teamleistung und Boxenstrategie zwei Podiumsplätze geholt. Man muss nicht unbedingt in Hockenheim gewinnen, um Meister zu werden. Hockenheim ist eine Mercedes-Strecke, deshalb bin ich sehr zufrieden."

Auch der Mönchengladbacher Frentzen war glücklich. "Der Anfang war schon mal gut. Es braucht ein bisschen Zeit, bis ich mich an das Team und das Team sich an mich gewöhnt. Deshalb ist es doppelt wichtig, dass es am Anfang gute Ergebnisse gibt", sagte "HHF", der Häkkinen den Sprung aufs Podest verwehrte. "Insgeheim hatte ich mir das gewünscht. Ich war aber nicht in der Position, Heinz-Harald zu überholen. Deshalb verspreche ich mir von den nächsten Rennen mehr", sagte Häkkinen.

Stoddart klar vor Ickx

Das erste Damen-Duell in der DTM seit 1991 entschied unterdessen die Britin Susie Stoddart klar für sich. In einer Mercedes C-Klasse aus dem Jahr 2004 fuhr die 23-Jährige bei ihrem Debüt auf den zehnten Platz. Ihre Audi-Konkurrentin Vanina Ickx kam auf Rang 15 ins Ziel.

Insgesamt lockte der Saisonauftakt der DTM auch mit nur zwei Herstellern 104 000 Zuschauer nach Hockenheim und erreichte damit fast die Marke des ersten Rennens 2005 (116 000). "Angesichts der Wetterlage der letzten Tage ist das ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis", sagte Hans Werner Aufrecht, Chef der DTM-Dachorganisation ITR.

© SID

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