Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.01.2008

16:00 Uhr

Motorsport DTM

"Schumi II" vor Wechsel in die DTM

Ralf Schumacher steht kurz vor einem Comeback im Motorsport. Der 32-Jährige soll zu Mercedes-Benz in die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) wechseln und das Cockpit von Mika Häkkinen übernehmen.

Neue Hoffnung auf eine Fortsetzung seiner Rennfahrer-Karriere darf sich Ralf Schumacher machen - allerdings nicht in der Formel 1. Der 32-Jährige steht nach seiner Ausmusterung bei Toyota vor einem Wechsel in die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft (DTM). Dort soll "Schumi II" bei Mercedes-Benz die Lücke schließen, die durch den Rücktritt des zweimaligen Formel-1-Weltmeisters Mika Häkkinen (Finnland) entstanden ist.

Wie der Sport-Informations-Dienst (sid) erfuhr, ist Ralf Schumacher einer von sechs Fahrern, die am Dienstag und Mittwoch auf der ehemaligen Grand-Prix-Strecke in Estoril/Portugal Testfahrten in einem DTM-Mercedes absolvieren. Unter anderem sitzt laut ORF-Angaben auch der ehemalige Formel-1-Pilot Christian Klien (Österreich) am Steuer eines DTM-Silberpfeils. Allerdings handelt es sich dabei nicht um ein Ausscheidungsduell.

Ralf Schumacher war zuvor auch beim Mercedes-Rivalen Audi als DTM-Pilot im Gespräch. Die Ingolstädter verzichteten aber nach den schlechten Erfahrungen mit dem früheren Formel-1-Fahrer Heinz-Harald Frentzen (Mönchengladbach) auf ernsthafte Verhandlungen mit Ralf Schumacher. Außerdem schreckte Audi die Gehaltsvorstellung des Wahl-Salzburgers von angeblich zwei Mill. Euro ab.

Ralf Schumacher hatte zuletzt in einem Interview mit dem Internetportal Motorsport-Total.com erklärt, dass der Motorsport weiter sein Leben bleibe.

Der große Bruder rät ab

Sein Bruder Michael Schumacher hatte ihm erst vergangene Woche von der DTM abgeraten - da hätten die Schumachers "kein Talent dafür", meinte der siebenmalige Formel-1-Weltmeister. Laut Michael Schumacher würde ein Wechsel in die DTM nur Sinn machen, "wenn man sich viel Zeit nimmt und zwei Jahre lang in die Materie reinarbeitet". Doch die meisten Rennfahrer, die aus der Formel 1 in die DTM gekommen seien, hätten nur ein paar Achtungserfolge erzielt.

Auch Publikumsliebling Häkkinen konnte die hohen Erwartungen nicht erfüllen und in drei Jahren nie ernsthaft ins Titelrennen eingreifen. "Die DTM ist eine andere Welt. Die Leistungsdichte ist sehr hoch", sagte Häkkinens ehemaliger Formel-1-Kollege Michael Schumacher dazu: "Du musst in der DTM genauso hart arbeiten wie in der Formel 1, fährst aber ein Auto, bei dem nichts vorwärts geht und das du nicht so exakt auf deine Bedürfnisse abstimmen kannst wie ein Formel-1-Auto."

© SID

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf "Zum Home-Bildschirm"

Auf tippen, dann "Zum Startbildschirm hinzu".

×