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13.01.2011

11:22 Uhr

Motorsport Formel1

Alonso hat Angst vor Schumacher

Fernando Alonso fürchtet im kommenden Formel-1-Titelkampf besonders Rekordweltmeister Michael Schumacher. "Vor ihm habe ich am meisten Angst", so der Ferrari-Pilot.

Fernando Alonso (l.) fürchtet Michael Schumacher. Foto: SID Images/AFP/Karim Sahib  SID

Fernando Alonso (l.) fürchtet Michael Schumacher. Foto: SID Images/AFP/Karim Sahib

Angst vor Michael Schumacher, Respekt vor Sebastian Vettel: Vizeweltmeister Fernando Alonso fürchtet im Kampf um den Formel-1-Titel 2011 vor allem die deutschen Superstars. "Es gibt einige starke Konkurrenten, aber der gefährlichste ist sicher Michael. Vor ihm habe ich am meisten Angst", sagte der Ferrari-Pilot bei seiner ersten Pressekonferenz 2011.

Eine Aussage, die angesichts der enttäuschenden Comeback-Saison des Rekord-Weltmeisters überrascht. "Er hatte sicher ein schwieriges Jahr. Aber er ist immer noch ein Champion", sagte Alonso, der Schumacher in den letzten beiden Jahren vor seinem Rücktritt (2005/06) im Titelkampf schlug: "Wenn alle das gleiche Auto hätten, wäre er der stärkste."

Titelverteidiger Vettel, der ihm beim Saisonfinale in Abu Dhabi noch die sicher geglaubte WM-Krone entriss, sieht der Spanier also anscheinend nicht als den wahren Champion an. Auf der Rechnung hat er ihn dennoch. "Sebastian ist zu Beginn der Saison wahrscheinlich der Favorit", sagte Alonso: "2009 wäre er schon Weltmeister geworden, wenn sein Auto in Ordnung gewesen wäre, 2010 hat er es dann geschafft, und nun hat er noch mehr Erfahrung. Ich denke deshalb, dass er noch besser sein wird als letztes Jahr."

Alonso rechnet mit bis zu acht Titelanwärtern

Insgesamt kommen laut Alonso bis zu acht Fahrer für den Titel infrage. Neben ihm, seinem Teamkollegen Felipe Massa und den beiden Deutschen auch deren Teamkollegen Nico Rosberg (neben Schumacher bei Mercedes) und Mark Webber (Red Bull) sowie die Mclaren-Piloten Lewis Hamilton und Jenson Button. "Die Fahrer der vier starken Teams werden es unter sich ausmachen", sagte der 29-Jährige.

Er selbst wolle natürlich beide Titel in der Fahrer- wie der Konstrukteurswertung. "Das ist jedes Jahr das Ziel", sagte der Spanier und zeigt sich optimistisch: "Ich habe 2010 schon ein ausgezeichnetes Jahr gehabt. Und in diesem Jahr ist das Auto sicher noch deutlich besser."

Sich und seinen Körper wolle er vor allem durch Gewichtsverlust in Topform bringen. "Ich bin jetzt schon dünner als im Vorjahr, und bis zum Saisonstart am 13. März werde ich noch weniger wiegen", verriet Alonso: "Vor allem bei den ersten Rennen beispielsweise in Malaysia und Australien ist die körperliche Verfassung sehr wichtig."

WM-Debakel verarbeitet

Im Vorjahr verlor der zweimalige Weltmeister vor allem in der ersten Saisonhälfte wichtige Punkte, ehe er nach einem überragenden Zwischenspurt im letzten Rennen alles in der Hand hatte, durch einen taktischen Fehler aber den Titel herschenkte. Während des Rennens hatte sich Alonso via Teamfunk über die falsche Entscheidung des Teams beschwert, 60 Tage später hat er das Debakel nach eigener Auskunft längst verarbeitet.

"Wir haben es im vergangenen Jahr nicht geschafft, weil wir Entscheidungen getroffen haben, die nicht richtig waren", sagte er: "Aber wir dürfen nicht mehr darüber nachdenken, und es ist auch alles darüber gesagt. Ich schaue nur noch positiv und optimistisch in die Zukunft."

© SID

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