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20.01.2009

09:44 Uhr

Motorsport Formel1

BMW enthüllt Boliden für die neue Formel-1-Saison

BMW-Sauber hat in Valencia das neue Formel-1-Auto für die Saison 2009 vorgestellt. Mit dem neuen Boliden F.109 will der Münchner Rennstall den WM-Titel ins Visier nehmen.

Heidfeld und Kubica gehen mit dem F.109 in der neuen Saison auf Titeljagd. Foto: AFP SID

Heidfeld und Kubica gehen mit dem F.109 in der neuen Saison auf Titeljagd. Foto: AFP

Die Silberpfeile und die Roten sollen in diesem Jahr ihr weiß-blaues Wunder erleben: Mit einer Kampfansage von Nick Heidfeld und einem klaren Bekenntnis von Motorsportdirektor Mario Theissen ist BMW-Sauber in die vierte Saison als eigenständiges Formel-1-Team gestartet.

"Das Ziel ist, die WM zu gewinnen und nicht nur ein Rennen", sagte der in 152 Grand Prix bislang sieglose Heidfeld bei der Präsentation des neuen Rennautos am Dienstag in Valencia. Der 31-jährige Mönchengladbacher fiebert dem Saisonstart bereits entgegen: "Ich bin fit wie nie, und ich habe ein gutes Gefühl."

Auch Theissen zeigte sich nach dem Aufschwung 2008 mit dem Doppelsieg des auch diesmal als Titelhoffnung geltenden Polen Robert Kubica und Heidfeld in Kanada optimistisch. "Wir haben alle unsere Ziele in den ersten drei Jahren realisiert, und ich sehe keinen Grund, warum wir das schwerste nicht auch erreichen sollten", meinte Theissen und kündigte der Konkurrenz einen heißen Tanz an: "Wir wollen mit den anderen zwei, drei großen Teams und die Titel mitkämpfen."

Ausstieg ist kein Thema

Gleichzeitig bekräftigte Theissen fast zeitgleich mit der Ankündigung des Werkes, 26 000 Angestellte vorübergehend in Zeitarbeit zu schicken, dass ein Ausstieg von BMW trotz der weltweiten Finanzkrise kein Thema ist.

"Unser Engagement ist in keinster Weise eingeschränkt. Das Budget für 2009 ist abgesichert, und wir planen bereits für 2010", sagte er: "Die Formel 1 bringt aus Gesichtspunkten des Marketings und der Technologie-Entwicklung mehr als sie kostet." Das gesamte Team habe aber in den ersten drei Jahren das Budget um 30 Prozent gesenkt. "2009 wird es noch einmal etwas weniger und 2010 dann wieder", so Theissen.

Im Vorjahr hatte BMW endgültig den Aufstieg zum Spitzenteam geschafft: Rang drei in der Konstrukteurs-Wertung, elf Podestplätze nach insgesamt vier in den beiden Jahren zuvor, der Doppelsieg in Montreal und die wenigsten Ausfälle aller Teams sprechen eine deutliche Sprache.

"Ich denke, wir werden in diesem Jahr bei beiden Titeln zu den Anwärtern gehören", sagte Kubica. Erhebliche Vorteile verspricht sich der Rennstall mit Sitz in München und Hinwil/Schweiz von der Einführung des Hybridsystems Kers, die BMW als großer Befürworter durchsetzte.

Heidfeld und Kubica enthüllen neuen Boliden

Zuvor hatten die Münchner als letzter der vier Titelanwärter ihr Auto für die Saison 2009 vorgestellt. Um 9.00 Uhr enthüllten Heidfeld und Kubica den neuen Boliden F.109. Danach absolvierte Kubica die "Jungfernfahrt" auf dem Kurs der Region Valencia.

Ferrari, das 2008 zum achten Mal in den letzten zehn Jahren die Konstrukteurs-Wertung gewann, und Mclaren-Mercedes mit Weltmeister Lewis Hamilton (Großbritannien) hatten vergangene Woche ihre neuen Autos vorgestellt. Am Montag war Renault mit dem als Geheimtipp geltenden Ex-Weltmeister Fernando Alonso (Spanien) gefolgt.

Von den neun Teams fehlen noch Red Bull mit Shootingstar Sebastian Vettel (9. März in Jerez) sowie Toro Rosso und Force India mit Adrian Sutil (beide noch ohne Termin). Die Zukunft des früheren Honda-Teams ist nach dem Ausstieg des japanischen Werks noch unsicher. Die Saison beginnt am 29. März in Australien.

© SID

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