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05.01.2010

10:38 Uhr

Motorsport Formel1

Heidfeld auf dem Sprung zum Mercedes-Ersatzmann

Nick Heidfeld könnte der Formel 1 doch noch erhalten bleiben - allerdings als Ersatzfahrer: Der 32 Jahre alte Mönchengladbacher steht derzeit in Verhandlungen mit Mercedes.

In die zweite Reihe: Nick Heidfeld. Foto: Bongarts/Getty Images SID

In die zweite Reihe: Nick Heidfeld. Foto: Bongarts/Getty Images

Den Kampf um das Stammcockpit im Silberpfeil hat Nick Heidfeld gegen Rekordweltmeister Michael Schumacher verloren, möglicherweise kehrt der 32 Jahre alte Mönchengladbacher als Ersatzfahrer aber doch noch zu Mercedes zurück. Laut Bild-Zeitung verhandelt Heidfeld mit dem neuen Werksteam der Stuttgarter über den Posten als Ersatzmann für Michael Schumacher (Kerpen/41) und Nico Rosberg (Wiesbaden/24).

"Ich bin nicht naiv, wenn ich speziell nach den letzten Wochen sage, in der Formel 1 kann viel Unerwartetes passieren. Jetzt heißt es, nach vorne zu schauen und fokussiert an der bestmöglichen langfristigen Option für meine Zukunft in der Formel 1 zu arbeiten", schrieb Heidfeld am Dienstag auf seiner Homepage (www. nickheidfeld.com): "Ich werde weiter hart trainieren, Gespräche mit entsprechenden Entscheidern führen und meine Chance mit aller Kraft herausfordern." Er hoffe, "in den nächsten Wochen etwas Konkretes zu meinen Zukunftsplänen verkünden zu können".

Risikofaktor Michael Schumacher?

"Wir haben Kontakt zu Nick, und was mich betrifft, so ist dieser seit seiner Zeit bei uns als Formel-1-Testfahrer und Formel-3 000-Europameister vor über zehn Jahren nie abgerissen. Ich schätze Nick und seine Fähigkeiten", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug dem Sport-Informations-Dienst (SID): "Es gibt allerdings keine weiteren Abmachungen zwischen Nick und uns."

Als dritter Mann bei Mercedes könnte Heidfeld, der in bislang 168 Rennen vergeblich auf einen Sieg hoffte, einspringen, falls Schumachers Körper doch noch Nachwirkungen der schweren Nackenverletzung von einem Motorradunfall aus dem Februar 2009 zeigt. Aus diesem Grund war im August Schumachers Comeback als Ersatz für den verletzten Ferrari-Piloten Felipe Massa geplatzt. Jetzt ist Schumacher allerdings überzeugt, dass diese Verletzung gut genug verheilt ist.

"Stehen nicht unter Zeitdruck

"Klipp und klar: Wir planen nicht den Ersatzmann für Michael Schumacher, sondern werden - wie jedes andere Formel-1-Team auch - einen Test-und Reservefahrer verpflichten", sagte Haug: "Wir stehen bei der Entscheidung aber keineswegs unter Zeitdruck."

Sollten die Stammfahrer Schumacher und Rosberg fit bleiben, wäre ein Ersatzmann Heidfeld quasi arbeitslos, denn nach dem Saisonstart sind in der Formel 1 keine Testfahrten mehr erlaubt. Eine Ausnahme gibt es nur für Fahrer, die nach dem zweiten Rennen einen ausfallenden Stammpiloten ersetzen müssten, selbst aber in den letzten beiden Jahren kein Rennen gefahren sind. Sie dürften einen Tag testen.

© SID

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