Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.01.2011

18:27 Uhr

Motorsport Formel1

Porsche: Lieber gegen Audi in Le Mans als Formel 1

Porsche-Chef Matthias Müller sieht die motorsportliche Zukunft des Sportwagenherstellers eher wieder in Le Mans und rückt von Plänen über eine Rückkehr in die Formel 1 ab.

Porsche-Chef Matthias Müller möchte doch nicht mehr in die Formel 1 zurückkehren. Foto: SID Images/AFP/Robyn Beck SID

Porsche-Chef Matthias Müller möchte doch nicht mehr in die Formel 1 zurückkehren. Foto: SID Images/AFP/Robyn Beck

Porsche-Chef Matthias Müller ist von Überlegungen über eine Rückkehr des Sportwagenherstellers in die Formel 1 abgerückt und sieht die motorsportliche Zukunft der Stuttgarter eher wieder bei den 24 Stunden von Le Mans. Dort würde er auch ein konzern-internes Duell mit Audi in Kauf nehmen, wie es auch VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech vorschwebt.

"Die Überlegungen der Motorsport-affinen Konzernmarken wie Audi und Porsche sind sehr kompatibel und münden immer in die gleichen Aussagen. Niemand von uns reißt sich beispielsweise wirklich um die Formel 1", sagte Müller in einem Interview mit der Schweizer Fachzeitschrift Automobilrevue: "Sie bietet attraktive Aspekte, zweifelsohne, aber es gibt auch die anderen Seiten. Die Formel 1 ist insgesamt sehr teuer, der Erfolg jedoch nicht vorhersehbar. Das macht es so schwierig."

Müller: "Porsche wären die Lmp1 am liebsten"

Porsche könnte da eher wieder in Le Mans antreten. "Wenn ich diesbezüglich gezielt in unsere Firma reinhöre, stoße ich auf eine eindeutige Priorität. Porsche wären die Lmp1, also die großen Le-Mans-Prototypen am liebsten", sagte Müller: "Wir müssten nicht unbedingt gegen Audi antreten, aber zur Not würden wir auch das tun. Damit gäbe es eben zwei Konzernmarken, die um den Sieg fahren. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Konzern gewinnt, würde dadurch deutlich erhöht."

Zehn Marken im VW-Konzern stünden weltweit lediglich drei oder vier attraktiven Rennserien gegenüber. "Da muss sehr genau abgewogen werden, wer sich wo und wie engagiert", sagte Müller und verwies darauf, dass sich der frühere Porsche-Entwicklungsvorstand Wolfgang Dürheimer in seinem neuen Job als Bentley-und Bugatti-Chef sowie als Verantwortlichem für den Konzern-Motorsport sich bemühen werde, "alle Konzern-Marken an einen Tisch zu bekommen, um eine weit gespreizte Motorsportstrategie für die nächsten Jahre abzustimmen". Entscheidungen seien da noch nicht gefallen.

© SID

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×