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08.03.2006

11:10 Uhr

Motorsport Formel1

Räikkönen sagt Mclaren-Mercedes die Treue zu

Kimi Räikkönen hat die Gerüchte um einen Vorvertrag beim Ferrari-Rennstall scharf dementiert. Der Formel-1-Pilot will sich weiter für sein jetziges Team Mclaren-Mercedes hinters Steuer setzen.

Bereits vor dem Abflug zum Formel-1-Auftakt in Bahrain hatte Mclaren-Mercedes einen Grund zum Jubeln. Kimi Räikkönen wird den Silberpfeilen die Treue halten. Der Finne wird nicht Nachfolger von Michael Schumacher bei Ferrari, teilte Mercedes mit und bezog sich auf ein Interview Räikkönens in einer englischen Zeitung.

"Die Wahrheit ist, dass ich bei niemandem unterschrieben habe", sagt Räikkönen und dementiert damit hartnäckige Gerüchte über einen Vorvertrag bei Ferrari. Er wolle erst sehen, wie die Saison verlaufe und danach entscheiden, meint der 26 Jährige, den zahlreiche Pannen im Vorjahr um alle Titelchancen gebracht hatten. Mercedes hofft nun, dass mit dem Interview Ruhe einkehrt und der Sport wieder mehr im Vordergrund steht.

Räikkönen: "Es sieht eher danach aus, dass ich bei Mclaren bleibe"

Die Hoffnung scheint begründet, denn der "Iceman" spricht sich nach langem Schweigen erstmals deutlich für eine Fortsetzung der Ehe mit seinem derzeitigen Arbeitgeber aus: "Es sieht eher danach aus, dass ich bei Mclaren bleibe als zu wechseln." Sein Vertrag endet mit Ablauf dieser Saison, doch Mclaren-Teamchef Ron Dennis soll seinem Star die Wechselabsichten mit einer deutlichen Gehaltserhöhung genommen haben.

Auch wenn Räikkönen in dieser Saison, die am Sonntag (12.30 Uhr MEZ/live bei Premiere und RTL) im Wüstenstaat Bahrain eröffnet wird, als schärfster Rivale von Weltmeister Fernando Alonso (Spanien) und Ferrari-Star Schumacher gilt, muss er sich zunächst im internen Duell gegen seinen angriffslustigen Teamkollegen Juan Pablo Montoya (Kolumbien) durchsetzen. "Bei uns gibt es keine Nummer eins, beide Fahrer sind gleichgestellt. Das ist seit Jahren unsere Philosophie, und damit sind wir bislang gut gefahren", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug dem sid.

Qualifying wird zeigen, wo die Silberpfeile stehen

Räikkönen ist froh, "dass es endlich wieder losgeht". Das Team habe den Winter über hart gearbeitet, und er selbst sei seit dem 26. Januar mehr als 3 200 Kilometer mit dem neuen MP4-21 gefahren, meint der Finne und schildert seine Eindrücke: "Das Fahrverhalten ist gut, und unser technisches Paket ist immer besser geworden, so dass wir unsere Rundenzeiten während der Tests um drei Sekunden verbessert haben." Für eine Prognose sei es allerdings zu früh, so Räikkönen: "Wir werden erst nach dem Qualifying am Samstag wissen, wo wir im Vergleich zu den anderen Teams stehen."

Die Herausforderungen der Saison 2006 seien für alle Teams noch größer als im letzten Jahr, sagt Haug und gibt zu: "Unser Start mit dem neuen MP4-21 verlief nicht ohne Probleme, und wir waren zunächst keineswegs da, wo wir sein wollten." Doch die Rundenzeiten wurden im Laufe der Tests immer besser, meint der Mercedes-Sportchef: "Unser V8-Motor hat mehrfach die Belastungen von zwei Rennwochenenden und bis zu 50 Prozent mehr absolviert, auf den Rennstrecken in Barcelona und Valencia sowie den Prüfständen in Brixworth und Stuttgart."

© SID

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