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05.01.2010

14:29 Uhr

Motorsport Formel1

Räikkönen sieht Vettel als Titelanwärter

Kimi Räikkönen, in die Rallye-WM abgewanderter Ex-Champion der Formel 1, sieht im Kampf um die WM-Krone der Königsklasse den Deutschen Sebastian Vettel als Titelkandidaten.

Kimi Räikkönen rechnet mit Sebastian Vettel. Foto: Bongarts/Getty Images SID

Kimi Räikkönen rechnet mit Sebastian Vettel. Foto: Bongarts/Getty Images

Für Formel-1-"Flüchtling" Kimi Räikkönen ist Sebastian Vettel ein Top-Kandidat für den WM-Titel 2010, sein eigener Traum wäre dagegen irgendwann der Gewinn der Rallye-WM. Wenn er sich einen Formel-1-Champion aussuchen dürfte, würde er sich für Vettel entscheiden, sagte Räikkönen dem Red-Bull-Magazin Red Bulletin. "Der Mann ist so normal, komplett down to earth", sagte der "Iceman", der nach seinem vorzeitigen Abschied von Ferrari in diesem Jahr im Citroen-Junior-Team in der Rallye-WM starten wird.

Der Finne freut sich auf sein neues Betätigungsfeld. "In der Formel 1 überlagern viele Dinge das Racing. Zu viel Politik dahinter, keiner sagt, was er denkt, weil er Angst hat, dass Dinge aus dem Kontext gerissen werden. Die Atmosphäre bei der Rallye ist viel netter. Es geht mehr um die Leistung der Fahrer", sagte er.

Und die würden in der Rallye-WM auch mehr gefordert. "In der Formel 1 ist jede Runde mehr oder weniger dasselbe. Wenn es regnet, wird es schwieriger, aber sonst ist das bald Routine", sagte er. Im Rallyesport könne dagegen "jede Kurve, jede Kuppe anders sein, als du gedacht hast". Daher habe er sich auch den erfahrenen Kaj Lindström als Co-Pilot ausgesucht, "damit wenigstens einer im Auto weiß, was er tut".

"In der Formel 1 passieren unangenehme Dinge"

Über eine Rückkehr in die Formel 1 im Jahr 2011 macht sich Räikkönen noch keine Gedanken, und ist froh darüber. "So wie es jetzt aussieht, kriege ich jederzeit wieder ein F1-Cockpit. Aber will ich das? In der Formel 1 passieren momentan unangenehme Dinge, ein Hersteller nach dem anderen steigt aus und verkauft sein Team", meinte er.

Ein WM-Triumph in der Rallye dagegen "würde mir mehr als mein WM-Titel in der Formel 1 bedeuten", sagte der Champion von 2007: "Ich stehe am Anfang und ahne, wie weit der Weg ist. Es ist ganz sicher die größte Herausforderung in meinem Leben als Sportler. Ich muss alles von vorn lernen."

Seine Lernphase habe noch nicht einmal begonnen, meinte Räikkönen, der die vier Top-Fahrer momentan noch als "unerreichbar" bezeichnet: "Von einem Sebastien Loeb würde man auch nicht erwarten, dass er im Formel-1-Auto schneller ist als Sebastian Vettel."

© SID

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