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13.04.2006

14:45 Uhr

Motorsport Formel1

Renault an "Schumi" interessiert

Michael Schumachers Manager Willi Weber hat das Interesse von Renault am siebenmaligen Weltmeister bestätigt. Das habe Teamchef Flavio Briatore durchblicken lassen.

Weiterhin vergeht keine Woche ohne neue Spekulationen um Michael Schumachers Zukunft. Nun soll der Kerpener, dessen Vertrag mit Ferrari zum Saisonende ausläuft, bei Renault als Nachfolger des scheidenden Weltmeisters Fernando Alonso (Spanien) im Gespräch sein. Nach Informationen der Fachzeitung auto, motor und sport habe Renault-Teamchef Flavio Briatore bei dem siebenmaligen Weltmeister "schon vorgefühlt".

Weber bestätigt Briatores Interesse

Die Kontaktaufnahme bestätigte inzwischen Schumachers Manager. "Wir kennen uns ja nun schon lange und reden auch viel miteinander. Flavio hat jetzt durchklingen lassen, dass wir vor einer möglichen Unterschrift bei Ferrari noch mal mit ihm reden sollten. Er hätte wohl Interesse", sagte Willi Weber der Bild-Zeitung. Briatores derzeitiger Stammfahrer Alonso fährt ab 2007 für den Rivalen Mclaren-Mercedes.

Für den 37-jährigen Schumacher würde sich mit einem Wechsel zu Renault auch ein Kreis schließen. Beim Vorgänger-Team Benetton gewann er 1994 und 1995 seine ersten beiden WM-Titel. Teamchef war damals übrigens Flavio Briatore. Ob Renault allerdings bereits wäre, Schumachers Gehaltsvorstellungen von knapp 40 Mill. Euro pro Jahr zu erfüllen, ist jedoch fraglich.

Laut Weber steht Schumacher aber schon bei Ferrari im Wort. "Richtig ist, dass wir als erstes nur mit Ferrari reden würden", meint der Manager. Sein Schützling werde sich allerdings erst im Sommer entscheiden, wenn "Schumi" weiß, ob Ferrari in der Lage ist, ihm ein konkurrenzfähiges Auto zur Verfügung zu stellen. Weber: "Ich habe Flavio klargemacht, dass wir mit gar keinem reden, bevor Michael sich nicht entschieden hat, ob er überhaupt noch weiterfahren möchte."

Nach seinem selbstverschuldeten Ausfall in Melbourne belegt Schumacher in der WM-Wertung mit elf Punkten den vierten Rang, hat aber schon 17 Zähler Rückstand auf Alonso (28). Der Spanier gewann zwei der bisherigen drei WM-Läufe (Bahrain und Australien), sein Teamkollege Giancarlo Fisichella (Italien) unterstrich die Renault-Dominanz mit dem Sieg in Malaysia. Doch Ferrari hat sich für den Europa-Auftakt der Formel 1 am 23. April beim "Heimspiel" in Imola viel vorgenommen. "Für Imola haben wir Verbesserungen am Auto zur Verfügung, aerodynamisch und im Motorenbereich, und daher hoffen wir, dort besser abzuschneiden", meint Schumacher.

© SID

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