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13.04.2006

11:11 Uhr

Motorsport Formel1

Rennen in Monza gerettet

Die erhoffte Änderung des Lärmschutzgesetzes bedeutet die Rettung für das Ferrari-Heimspiel in Monza. Dank des Regionalrats der Lombardei kann der Große Preis von Italien wie geplant am 10. September stattfinden.

Das traditionsreiche Formel-1-Rennen in Monza fällt nicht einem Anwohner-Protest zum Opfer. Das entsprechende Lärmschutzgesetz wurde vom zuständigen Regionalrat der Lombardei geändert, so dass die vor allem von Ferrari befürchtete Absage des Großen Preises von Italien am 10. September vom Tisch ist.

In Zukunft darf an insgesamt 37 Tagen im Jahr der gesetzlich vorgeschriebene Grenzwert von 70 Dezibel im Umkreis von 500 Metern um das Autodromo überschritten werden. Zugleich gewährte die Region Finanzierungen für den Bau von Lärmschutzmaßnahmen am Autodromo, um die Lärmbelastung für die Anwohner zu senken.

Auf Grundlage des bislang gültigen Lärmschutzgesetzes 304 aus dem Jahr 2001 hatte ein Mailänder Gericht der Klage von Anwohnern stattgegeben und damit die Austragung von Formel-1-Rennen in Monza verboten. Demnach durften im "Königlichen Park" nur noch Rennwagen mit Schalldämpfern fahren.

Schon 55 Formel-1-Rennen

Zwei Familien aus dem kleinen Ort Biassono, die dort seit 1990 unweit der Rennstrecke wohnen, hatten wegen der Lärmbelästigung durch die Rennautos geklagt. Im November 2005 bekamen sie mit einer Einstweiligen Verfügung gegen den Rennbetrieb in erster Instanz Recht. Am 7. März dieses Jahres bestätigte das Mailänder Gericht in der Berufungsverhandlung dieses Urteil. Doch dank der Intervention der Region Lombardei konnte das drohende Aus für die Rennstrecke von Monza abgewendet werden. Es wäre nach dem Großen Preis von Belgien in Spa bereits das zweite Formel-1-Rennen gewesen, das in dieser Saison aus dem Kalender verbannt worden wäre.

Insgesamt 55-mal fuhr die Formel 1 bislang in Monza, öfter als auf jeder anderen Rennstrecke der Welt. Nur 1980 fand der Große Preis von Italien einmal in Imola statt.

© SID

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