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01.04.2006

07:42 Uhr

Motorsport Formel1

Schumacher startet in Australien von Rang zehn

Michael Schumacher geht beim Großen Preis von Australien am Sonntag (6 Uhr Mesz) von Rang zehn aus ins Rennen. Beim Qualifying hatte der Brite Jenson Button die Nase vorne, Champion Fernando Alonso wurde Dritter.

Durchwachsenes Qualifying für Michael Schumacher: Der Kerpener steht beim Großen Preis von Australien am Sonntag (6 Uhr Mesz/live bei Premiere und RTL) nur auf dem zehnten Startplatz. Der Kerpener war ratlos, verstand die Welt nicht mehr und machte seinen Ferrari zur Schnecke. "Wir sind einfach viel zu langsam. Ich weiß nicht, woran es liegt, ich weiß nur, dass wir die Ursache dafür jetzt schnellstens finden müssen", sagte der siebenmalige Formel-1-Weltmeister nach dem Desaster im Albert Park. Statt der erhofften Pole Position blieb der 37-Jährige schon in der zweiten K.o.-Runde des Qualifyings auf der Strecke.

Schumacher fuhr auf dem 5,303 km langen Stadtkurs in Melbourne in 1:26,718 Minuten eigentlich nur die elftschnellste Runde. Da aber der neuntplatzierte Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve (Kanada) wegen eines Motorwechsels am BMW-Sauber vor dem Qualifying um zehn Ränge zurückgestuft wird, rückt der Ferrari-Star beim dritten Rennen des Jahres eine Position nach vorn.

"Schumi II"überrascht

Schnellster war der Brite Jenson Button, der in 1:25,229 zur dritten Pole Position seiner Karriere fuhr. Neben dem Honda-Piloten steht Malaysia-Gewinner Giancarlo Fisichella aus Italien im Renault in 1:25,635 in der ersten Reihe. Weltmeister und WM-Spitzenreiter Fernando Alonso (Spanien) fuhr in seinem Renault in 1:25,778 auf Platz drei.

Auf den Rängen vier und fünf folgen die Mclaren-Mercedes-Piloten Kimi Räikkönen (Finnland/1:25,822) und der Kolumbianer Juan Pablo Montoya (1:25,976). Dahinter überraschte Ralf Schumacher im Toyota auf Platz sechs (1:26,612). Nick Heidfeld (Mönchengladbach) landete im BMW-Sauber auf dem achten Rang (1:27,579), Formel-1-Neuling Nico Rosberg (Wiesbaden) belegte im Williams-Cosworth in 1:29,422 den 14. Platz.

Bei Ferrari war nach der Pleite eine Nachtschicht angesagt. "Wir müssen die Ursache für die Probleme finden und hoffen, dass wir das bis zum Rennen abstellen. Wir brauchen mehr Speed, sonst ist nicht mehr viel drin", sagte Schumacher leicht verbittert. Der 37-Jährige hatte aber auch Pech, als einsetzender Regen sämtliche Hoffnungen auf eine Verbesserung zunichte machte. Schumachers Teamkollege Felipe Massa (Brasilien) kam nach einem Fahrfehler von der Strecke ab, krachte in die Reifenstapel und startet nur von Position 15.

"Werden das Beste daraus machen"

"Das war ein sehr enttäuschendes Qualifying für uns, doch dieses Ergebnis spiegelt nicht unser wahres Potenzial wider. Wir werden das Beste aus dieser Situation machen", sagte Ferrari-Teamchef Jean Todt. Technikchef Ross Brawn stellte fest, dass die Streckenbedingungen für Ferrari nicht ideal gewesen seien. Vielleicht seien die Reifen, die man ausgesucht habe, für das Rennen optimal, so der Brite, aber für die Temperaturen am Samstag hätten sie nicht gepasst. Brawn: "Jetzt können wir nur hoffen, dass es am Sonntag ein bisschen wärmer wird."

Nicht ganz zufrieden war Nick Heidfeld, der sich insgeheim etwas mehr als Position acht ausgerechnet hatte. "Nachdem es in den beiden ersten Qualifying-Abschnitten noch so gut geklappt hat, wäre deutlich mehr drin gewesen, aber ich hatte zum Schluss halt keinen frischen Reifensatz mehr übrig", meinte der Mönchengladbacher.

Keinen Grund zur Klage gab es bei den "Silberpfeilen". "Die erste Startreihe war möglich, doch ich glaube, wir sind auch so ganz gut aufgestellt", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug. Ralf Schumacher war nach dem besten Trainingsergebnis für Toyota in dieser Saison für das Rennen optimistisch. "Nach den zahlreichen Problemen, die wir hatten, tut uns das sicher gut und gibt dem Team einen Motivationsschub", meinte "Schumi II". Für Shooting-Star Nico Rosberg war es "ein schwieriges Training" wegen der unterschiedlichen Bedingungen. Der Sohn des ehemaligen Weltmeisters Keke Rosberg hält WM-Punkte dennoch für möglich.

© SID

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